The Division 2: Eindruck der Private Beta

Dank eines kleinen Gewinnspiels von Corsair konnte ich an der Private Beta zu The Division 2 teilnehmen und mir einen ersten Eindruck vom Spiel verschaffen.

Eigentlich ist die Private Beta Vorbestellern von The Division 2 vorbehalten, doch Dank Corsair und einem Zufall durfte ich ebenfalls teilnehmen. Der Closed Beta-Test steht, lauft offiziellen Infos im Spiel, aber eher zum Testen der technischen Seite zur Verfügung. So wird vor allem Wert auf die Server und die Performance des Spiels im Allgemeinen gelegt. Aus diesem Grund ist auch nicht wirklich viel Inhalt gegeben. Mit einem Maximallevel von sieben, drei Skills und gerade einmal drei Gebieten plus zusätzlich einer Dark Zone hält sich der Umfang in Grenzen. Vor allem, da es im fertigen Spiel einige Gebiete mehr und vor allem insgesamt acht Skills geben wird. Zudem ist Level 30 dort Maximum und erst dann beginnt The Division 2 – nämlich mit dem Endgame.

Ist das nicht…?

Was direkt beim Starten des Spiels auffällt ist, dass sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich viel geändert hat. Es sieht minimal besser aus, aber am HUD hat sich nichts verändert. Die einzige Neuerung, die einem dann doch relativ schnell auffällt ist die Panzerung. Steckte man im ersten Teil noch direkte Treffer auf Kosten seiner Lebensenergie ein, muss nun vorher die Panzerung runtergeballert werden. Was die NPCs im ersten Teil bereits inne hatten, wird uns als Spieler also nun auch gewährt. Wobei wir nicht ganz so große Bulletsponges sind, wie unsere virtuellen Widersacher. Und das ist auch wieder eines der Probleme, die es in The Division 2 wieder gibt. Gegner, die Magazin für Magazin fressen, ohne dabei merklich Leben oder Rüstung zu verlieren. Es ist zwar nicht mehr ganz so schlimm, aber immer noch etwas, was negativ auffällt.

Auch die Stadt Washington ähnelt Manhattan doch schon sehr. Ist aber auch an sich kein Wunder, denn Städte in den USA werden größtenteils nach ein und demselben Muster gebaut. Auch die Elemente, die man vorfindet, ähneln denen des Vorgängers. Überall Müll, Schutt und kaputte bzw. zerstörte Autos. Teilweise stehen auf den Parkstreifen aber auch noch kleinere Trucks, die ihre quietschbunte Werbung nach wie vor in die Welt hinaus tragen. Wirft man allerdings einen genaueren Blick auf die Umgebung wird klar, wie viel Details doch drinstecken. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, seien es bekannte Gebäude, Schutt, lootbare Behälter, Waschbären die Mülleimer plündern oder Rehe, die durch die Stadt streifen. Noch deutlicher wird es, wie die Natur langsam ihren Lebensraum zurückerobert. Überall wuchert es, brechen Pflanzen durch den Asphalt und Gebäude verfallen langsam.

Basis mit Upgrades

Spielerisch ist auch vieles beim Alten. Auch, wenn es acht Skills und etliche Perks gibt, spielt sich The Division 2 wie der Vorgänger. Wir laufen durch die Welt, looten, was zu looten ist und rüsten uns dann einmal neu aus. Je nach Spielstil wählen wir unsere Waffen und passen auch die Boni der „Set“-Teile an. Ist man ausgerüstet, geht es von Deckung zu Deckung und von Gegner-Gruppe zu Gegner-Gruppe. Am Ende wartet meist ein Elite-Gegner, der etwas mehr aushält, aber an sich auch kein Problem ist. Gerade dann, wenn man auf seine Schwachpunkte schießt – beispielsweise die Munitionskiste auf dem Rucksack. Neu sind aber Außenposten, die wir durch spezielle Missionen aufwerten können. In der Private Beta gab es das Theater als Beispiel. Schaffen wir es, die Crafting-Spezialistin zu retten, wird diese für die Operationsbasis – das Weiße Haus – verfügbar. Gleichzeitig erweitert sich das Theater um Händler und wichtige Bereiche für Zivilisten.

Außerhalb dieser sicheren Außenposten gibt es noch Kontrollpunkte, die wir den verschiedenen Fraktionen aus den Händen reißen können und für „uns“, als „die Guten“, beanspruchen können. Da die Kämpfe durchaus hart sein können, rufen wir zu Beginn des Kampfes KI-gesteuerte Kumpanen zur Hilfe. Ist der Außenposten dann eingenommen, erscheint ein Officer dort, der verschiedene Dinge zum Aufrechterhalten benötigt. Das ist Essen, Trinken oder Komponente. Wir können ihm diese Sachen spenden und erhalten im Gegenzug Erfahrungspunkte. Doch das war noch nicht alles, nehmen wir solche Punkte ein, winkt uns am Ende ein Raum voller Loot. Hier kann auch durchaus etwas Wertvolles dabei sein – zumindest aber etwas Nützliches. Nützliche Dinge findet man aber auch durchaus in der Welt. Neben den typischen Sammelitems wie Audioaufnahmen oder nachgestellte Szenen – die man schon im ersten Teil hatte – kann man aber auch SHD Tech-Punkte finden. Diese sind wichtig, denn mit diesen levelt man seine Skills und Perks weiter auf. Für spätere Zeitpunkte im Spiel wichtig sind zudem Craftingmaterialien, die sich ebenfalls in lootbaren Behältnissen befinden oder als Belohnung für Missionen vorhanden sind.

Fazit

Alles in Allem macht The Division 2 Spaß. Denn Loot sammeln, dadurch besser werden und gleichzeitig im Level aufzusteigen ist einfach etwas was – zumindest mir – Spaß macht. Die Frage ist, wie hoch der Grind im Endgame wird. Wenn man erneut ein und dieselbe Mission immer und immer wieder machen muss, bis man nach unzähligen Versuchen Item X bekommt, dann wird es wohl schwierig. Immerhin soll es kurz nach Release schon die Raids geben, die im ersten Teil für neuen Schwung gesorgt haben. Außerdem soll es auch mehr Endgame-Content von vornherein geben. Dazu gehören auch die Black Tusks – die vierte Fraktion. Die sollen mit erreichen des Endlevels auch vorhandene Missionen nochmal komplett umkrempeln. Es bleibt auf jeden Fall spannend zu sehen, was passiert, wenn man sich in Richtung „Ende“ begibt. Da der Titel bisher aber nicht viel Anklang auf Streaming-Plattformen wie Twitch findet und eine kleine Kontroverse um die Lager-Erweiterung und die Ultimate Edition entbrannt ist, könnte es Probleme geben. Und zwar Probleme mit Spielerzahlen. Gerade dann, wenn es zur Dark Zone oder zu den Raids kommt, sollte es doch genügend Spieler geben, mit denen man sich messen oder zusammentun kann. Wissen werden wir es aber erst, wenn The Division 2 am 15. März 2019 für PlayStation 4, Xbox One und PC auf den Markt kommt. Bis dahin ist die Beta aber schon vielversprechend.

Maurice Skotschir

Neben Strategie-Spielen, mit denen mein Leben als Zocker begann, hege ich große Liebe zu Rollenspielen und Shootern gleichermaßen. Musikalisch bewege ich mich am liebsten im deutschen Rap und allgemein im (Hard)Rock. Als Redakteur konnte ich bereits bei spieletipps erste Erfahrungen sammeln und seit Mitte 2015 schreibe ich für die Redaktion von shooter-szene.de.