DFB-Präsident: „eSport ist kein Sport!“

6. März 2018 Aus Von Maurice Skotschir

Nachdem eSport offiziell als Sportart anerkannt werden soll, äußert sich nun der DFB-Präsident Reinhard Grindel zur Thematik und sagte er sehe „eine absolute Verarmung“.

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bund will eSport nicht als Sportart anerkennen und tätigt einige fragwürdige Äußerungen. So sei eSport für ihn kein Sport und in der steigenden Nutzung von Smartphones bei Kindern und Jugendlichen sehe er eine „absolute Verarmung“. Hans Jagnow, Präsident des Dachverbandes eSport-Bund Deutschland trat dem entgegen. Sagte, es ist keine Verarmung, sondern eine tiefgreifende Veränderungen im digitalen Zeitalter. Möglich wäre sogar, dass der elektronische Sport in Zukunft olympisch werden könnte und damit endgültig als Sportart gelte.

 

Grindel kommentierte diese Aussage mit der Hoffnung, dass es niemals zu so einer Absurdität käme. Dass Herr Grindel jedoch scheinbar noch in der Vergangenheit zu leben scheint, zeigt sich beim Koalitionsvertrag der CDU, CSU und SPD. Dort ist eine Unterstützung der olympischen Perspektive des elektronischen Sports sowie die Anerkennung dessen als Sportart verankert. Der DFB-Präsident kommentierte auch dies. Sagte sauer, dass man lieber das Ehrenamt erleichtern solle, anstatt der Unterhaltungsindustrie Steuervorteile zu verschaffen. Für die Zukunft des realen Fußballs sieht Grindel eine größere Gefahr im eSport, als in anderen Sportarten. Demnach seien die digitalen Endgeräte die größere Konkurrenz, im Gegensatz zu Handball, Basketball oder andere Sportarten. Vor einer solchen Denke warnte Jagnow hingegen. Denn die Bundesligavereine steigen selbst vermehrt in den professionellen Computer-Sport-Bereich ein. Das Bewusstsein wächst also auch im „echten Sport“.

 

Quelle