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Early-Access-Review Indie Team 17

Hokko Life im Test: Billiger Abklatsch oder mehr?

Bei Hokko Life dreht sich, wie auch bei Animal Crossing, alles darum, ein kleines Dorf aufzubauen und Tieren ein Zuhause zu geben.

Hokko Life bietet genau aufeinander abgestimmte Features, die aufeinander aufbauen und total viel Sinn ergeben.
Maurice Skotschir

Hokko Life stellt einen deutlichen Kontrast zu den anderen Spielen dar, die dieses Jahr veröffentlicht wurden. Dreht es sich doch meistens um action- und adrenalingeladene Shooter mit nervenzerreißenden Verfolgungsjagden oder dem intensiven Kampf einer Guerilla-Gruppe gegen einen Diktator. Hokko-Life ist jedoch nichts davon, sondern das komplette Gegenteil. Denn in der Early-Access-Lebenssimulation lässt es sich entspannen, herunterfahren und die kreative Ader ausleben. Außerdem sei erwähnt, dass der Titel von einer einzigen Person entwickelt wurde, der Unterstützung durch den Publisher Team17 erhalten hat. Doch, was kann der Titel sonst noch vorweisen?

Never gonna give you up!

Natürlich gilt es, vor dem eigentlichen Spielstart, sich einen Charakter zu erstellen und ihn nach Belieben anzupassen. Immerhin wollen Frisur, Haarfarbe, Hautfarbe und Augenfarbe aufeinander abgestimmt werden. Zwar gibt es zu Beginn noch nicht so viel Auswahlmöglichkeiten, doch im Spiel selbst folgen mit der Zeit immer mehr Kleider oder Accessoires. Apropos Kleider: Die Klamotten sind nicht geschlechtsspezifisch und so kann alles von jedem getragen werden. Ist der Charakter erstellt, folgt eine kleine Zwischensequenz und wir finden uns in der Stadt wider.

Dabei können die ersten Aufgaben für neue Spieler sehr verwirrend sein. An dieser Stelle sei aber gesagt, gebt es nicht auf und schaut zur Not nach Hilfe im Internet! Jedenfalls ist die grundsätzliche Prämisse des Spiels, verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten zu absolvieren, wie Angeln, Bäume fällen, Pflanzen anzupflanzen und andere Nebenbeschäftigungen. Hauptsächlich geht es aber eher darum ein kleines Dorf aufzubauen und dabei hilft das Crafting-System.

So viele Möglichkeiten!

Und genau das unterscheidet es auch von anderen Titeln des gleichen Genres, wie Animal Crossing. Mit den Ressourcen, die wir sammeln, können wir Materialien herstellen, die wir wiederum dafür nutzen können, verschiedene Objekte zu erschaffen. Dabei ist es egal, was ihr in eurem Entwurf nutzt. Holzbretter oder ganze Baumstämme, Baumwolle, Steinplatten, … Euer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Mit der Hilfe von Bauplänen lassen sich nicht nur Möbel und Dekorationen, sondern auch beispielsweise Brücken. Ihr könnt sogar die Kreationen anderer Spieler herunterladen, wenn ihr deren Creator Code eingebt. Sehr cool!

Sobald ihr die Grundlagen draufhabt, gilt es, die Stadt zu erweitern und mehr Dorfbewohner in die eigene Stadt zu bringen. Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass es sich dabei nicht um Menschen, sondern um Tiere jeglicher Kolör handelt? Nicht? Dann haben wir das hiermit nachgeholt. Um das zu tun, müssen wir ein Gasthaus errichten, um sie „anzulocken“ und im Anschluss noch ein Haus errichten, in dem sie wohnen können. Häuser kosten nicht nur Materialien, sondern auch Gold. Dieses können wir verdienen, indem wir Rohstoffe verkaufen oder Aufgaben für die Dorfbewohner erledigen. Gefällt uns eine Anordnung von Gebäuden in der Stadt nicht, können wir es anders anordnen und anpassen.

Charmanter Stil

Mit und mit verwandelt sich das kleine Dorf also in eine ansehnliche und charmante Stadt, ganz nach eurem Gusto! Ebenfalls charmant ist auch die grafische Aufmachung von Hokko Life. Natürlich handelt es sich hier nicht um einen der anspruchsvollsten Titel, doch es hat einen niedlichen Charme, der auch auf längere Zeit nicht störend auffällt. Es passt eben mit der Prämisse und dem grundsätzlichen Thema des Spiels zusammen. Neben der Optik unterstützt auch der Sound die Atmosphäre des Spiels, sodass ihr hier stundenlang eintauchen könnt, ohne zu merken, dass die Zeit so schnell verging!

Fazit

Manchmal ist es wirklich erstaunlich, was einzelne Personen für Spiele erschaffen können. Teilweise deutlich besser durchdachte Spiele, als sie von großen Studios kommen. Und genau so eins ist auch Hokko Life. Es bietet genau aufeinander abgestimmte Features, die aufeinander aufbauen und total viel Sinn ergeben. Hinzukommt, dass diese auch Spaß machen und in diesem Fall sogar zum Runterkommen dienen. Einfach eine entspannte Runde Angeln und Bäume fällen, diese weiterverarbeiten und am Ende ein schniekes neues Möbelstück erschaffen und mit anderen Teilen. Dann neue Häuser bauen und neue Tiere einziehen lassen. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Stadt wächst und immer größer und schöner wird, eben genau so, wie ich es gerne hätte.

Der Key wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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