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Daedalic Entertainment Early-Access-Review Indie

Warpips im Early-Access-Test: Echtzeitstrategie mal anders

Warpips kombiniert das Echtzeitstrategie-Genre mit einem einzigartigen Tauziehsystem und schafft ein aufregend-frustrierendes Spielerlebnis.

Das einzigartige Erlebnis macht wirklich Spaß und nervt zu keinem Zeitpunkt.
Maurice Skotschir

Warpips von Skirmish Mode Games und Daedalic Entertainment kombiniert bekannte Spiele mit Kriegsszenarien und stellt ein dynamisches, physikbasiertes Stategiespiel dar. Hier lassen sich verschiedene Einheiten unterschiedlich kombinieren, wie Soldaten, Panzer, Hubschauber und Flugzeuge. Dabei sind schier endlose Kombinationen in den schnellen Partien möglich.

Zufallsgenerierte Schlachtfelder

Wie bereits erwähnt können wir in Warpips verschiedene Kriegsmaschinen auf unsere Gegner loslassen und die vorhandenen Einheitentypen unterschiedlich miteinander kombinieren. Es lässt sich schnell erlernen, doch ist es durch die Tiefgründigkeit schwer zu meistern. Statt in typischer Echtzeitstrategie-Manier unsere Basis aufzubauen und dann Truppen zu entsenden, wählen wir vor der Schlacht eine Zusammenstellung von Einheiten. Auf den nach dem Zufallsprinzip generierten Schlachtfeldern können wir diese dann auf unseren Feind entsenden.

Ziel ist es, die gegnerische Kommandozentrale auf der anderen Seite der Karte zu zerstören und unsere eigene vor Schaden zu bewahren. Es scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, genau das auch umzusetzen, allerdings ist es in Wahrheit deutlich schwieriger. Selbst dann, wenn wir vor der feindlichen Kommandozentrale stehen, kann es passieren, dass eine gegnerische Welle plötzlich vor unserem Herzstück steht und es dem Erdboden gleichmacht.

Freut euch nicht zu früh

Und damit haben wir auch schon die Tauzieh-Mechanik thematisiert. Denn egal wie nah ihr dem Sieg zu stehen scheint, kann sich das Blatt jederzeit wenden. Und das werdet ihr auf die harte Tour lernen, genau wie wir es mussten. Mit jeder gewonnenen Partie könnt ihr mehr und mehr freischalten, damit ihr die Schlacht zu euren Gunsten entscheiden könnt. Dazu zählen aber nicht nur Fahr- und Flugzeuge, sondern auch Raketen- oder Drohnenangriffe, die ihr anfordern könnt.

So ganz ohne Gebäude kommt aber auch Warpips nicht aus. So lassen sich beispielsweise Gebäude wie Ölplattformen errichten, die uns regelmäßig Geld generieren. Aber auch “Gebäude” wie Stacheldraht, um feindliche Einheiten zu verlangsamen oder zu verletzen.

Vorsichtig!

Je nachdem, welche Ausrüstung ihr vor dem Spiel gewählt habt und welche der Gegner innehat, sind die Schlachten meist schnell und kurzlebig und machen definitiv immer wieder Lust auf mehr. Ihr solltet aber vorsichtig mit euren Einheiten, sein. Denn diese gelten als Verbrauchsgut und füllen sich nicht wieder auf. Daher solltet ihr diese nicht gleich in den ersten Kämpfen komplett verbraten. Haltet euch also bessere Truppen und/oder Waffen für spätere Kämpfe zurück.

Neue Einheiten lassen sich aber freischalten und die Ausrüstung lässt sich anpassen und verbessern. Das solltet ihr auch recht früh im Spiel tun, damit ihr später eine Chance habt, mitzuhalten. Außerdem müsst ihr aufpassen, wie ihr eure Ressourcen klug einsetzt. Betreibt ihr Missmanagement damit, winkt euch auch schneller die Niederlage, als ihr gucken könnt. Vor allem der kürzlich eingeführte Endlosmodus bringt euch schnell an eure Grenzen, sofern ihr noch recht neu im Spiel seid.

Schöne Pixel-Art

Warpips hat einen charmant-pixeligen Artstyle, der definitiv zum Spiel passt und sich hervorragend in das grundsätzliche Erscheinungsbild einfügt. Gerade weil das Gameplay so fesselnd ist, und wir immer noch eine Runde drauflegen möchten, ist die Grafik aber nur zweitrangig. Dennoch sieht das Spiel in einigen Szene richtig, richtig gut aus. Vom Sound her erinnert vieles an Command & Conquer, denn dieser sorgt dafür, dass wir uns mit mehr Motivation in den Kampf stürzen wollen.

Fazit

Mit Warpips konnten die Entwickler von Skirmish Mode Games zusammen mit Daedalic den Spirit vergangener RTS-Tage einfangen und etwas Eigenes daraus machen. Hier gilt es, darüber nachzudenken, und das beste Vorgehen zu finden. Außerdem will überlegt werden, wie man mit den vorhandenen Ressourcen umgeht und damit plant. Dabei mischt es entspanntes Spielen mit strategischem Denken und füllt eine Lücke, die bisher noch offen war. Das einzigartige Erlebnis macht wirklich Spaß und nervt zu keinem Zeitpunkt. Aktuell befindet sich Warpips noch in der Early-Access-Phase und es kommen stetig neue Features ins Spiel. Zuletzt unter anderem der Endlosmodus, der das Ganze auf die Spitze treibt. Doch trotz Early Access sind mir keine Probleme begegnet.

Der Key wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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