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Yu-Gi-Oh! Massiv Band 1 – Manga-Review

Unter dem Namen Yu-Gi-Oh! Massiv veröffentlicht Carlsen Sammelbände des Ursprungs-Mangas – wir haben uns den ersten Band einmal angeschaut!

Mit Yu-Gi-Oh! Massiv sind bei Carlsen Sammelbände des Mangas an den Start gegangen. Sie vereinen gleich drei Einzelbände von früher in einem und macht es Fans so einfacher, die eigentliche Ursprungs-Geschichte zu sammeln. Hätten wir schon damals, als Schüler, gewusst, worauf die Geschichte basiert, hätten wir womöglich schon damals zugeschlagen. Doch mit den Sammelbänden wird es uns vereinfacht, aus jetzt noch damit anzufangen. Früher hatten wir uns vor allem am Sammelkartenspiel, auch wenn wir davon nicht so viel Ahnung haben, wie heute, und natürlich am Anime, erfreut. Das weltweite Franchise ist vielseitig. Doch lohnt sich auch heute noch die Geschichte des Mangas?

Der erste Band ist bereits bei Carlsen zum Einstiegspreis von 5 Euro verfügbar.

Quelle: www.carlsen.de

Yugi Muto, König der Spiele

Die Geschichte des Shonen begann 1996 im Magazin „Shonen Jump“, das schon Franchises wie Dragon Ball etablierte. Dahinter steht der japanische Zeichner Kazuki Takahashi, der mit dem „König der Spiele“, so heißt der Titel übersetzt, ein weltweites Phänomen erschuf, das sich heute noch großer Beliebtheit erfreut. Während der Manga den Ursprung darstellt, gibt es noch weitere Produkte, wie mehrere Anime-Ableger und natürlich das erfolgreiche Sammelkartenspiel.

Im ersten Massiv-Band erfahren wir, wer der junge Yugi Muto überhaupt ist, und wie und warum er zum König der Spiele aufstieg. Unser Protagonist ist ein gewöhnlicher, freundlicher Schüler, der einen Hang zu Spielen jeglicher Art hat. Eines Tages brachte ihm sein Großvater allerdings ein ganz besonderes Schmuckstück mit. Dabei handelt es sich um ein pyramidenförmiges Puzzle, das, so sagt man, seit langer Zeit niemand lösen konnte. Wer es allerdings schafft, dem soll ein Wunsch erfüllt werden.

Reue setzt ein

Kein Wunder also, dass Yugi sehr an diesem Puzzle interessiert ist und immer wieder versucht, es zu lösen. Leider erwischen ihn Jonouchi und Honda (im Anime bekannt als Joey und Tristran) damit und nehmen Yugi das Puzzle ab. Um ihn zu ärgern, werfen sie es durch die Gegend. Nach kurzer Zeit bekommt jedoch Honda (Téa) das mit und hält Jonouchi und Honda eine Standpauke, nimmt das Puzzle wieder zurück und gibt es dem kleinen Yugi zurück. Allerdings merken beide nicht, dass Jonouchi ein Stück des Puzzles mitgehen ließ. Sein Plan: Es ins Schwimmbecken der Schule schmeißen.

Die Aktion bereut er kurz darauf jedoch, als er und Honda von einem miesen Schlägertyp angegangen werden. Der körperlich kleine und zierliche Yugi bekommt das mit und steckt statt der beiden die Prügel ein, obwohl sie ihm bisher keine gute Zeit bereitet haben. Als er die beiden sogar als Freunde bezeichnet, verfallen Jonouchi und Honda in Reue und versuchen fortan wirkliche Freunde für ihn zu sein.

Quelle: www.carlsen.de

Das Millenniums-Puzzle

Eines Tages gelingt es Yugi, das sogenannte Millenniums-Puzzle zu vollenden – und fortan war nichts, wie es mal war. Denn in Gefahren-Situationen verliert er immer wieder das Bewusstsein und eine andere Persönlichkeit übernimmt seinen Körper, von der er erstmal nichts mitbekommt. Dabei handelt es sich um einen älteren Jungen, der ihm aber zum Verwechseln ähnlich sieht. Der „ältere“ Yugi läuft durch die Gegend und fordert die „bösen“ Menschen zu einem „Spiel der Finsternis“ heraus, um sie zu bestrafen. 

Allerdings geht es bei diesen „Spielen“ nicht nur ums Gewinnen oder Verlieren, sondern es geht um mehr. Viel mehr. Denn der Einsatz ist das eigene Leben. Das Bewusstsein des Verlierers wird in eine dunkle Welt verbannt, aus der er nicht mehr selbst herauskommt. Der kleine Yugi bekommt davon jedoch nichts mit. Handelt es sich doch um einen Fluch, und nicht um etwas Gutes? Denn er und seine Freunde geraten seit der Fertigstellung des Puzzles immer wieder in unangenehme Situationen.

Geheimnisvoller Ägypter

Auf der Suche nach mehr Informationen gelangen die Schüler in ein Museum, das unter anderem um die Geschichte Ägyptens behandelt. Dort finden sie einen geheimnisvollen Ägypter, der mehr zu wissen scheint. Mehr, über den „anderen Yugi“, der plötzlich da ist und Leute bestraft. Doch scheinbar hat dieser nichts Gutes im Sinn, da er mehr Fragen aufwirft, als zu beantworten und sich zu einer Gefahr für die Gruppe entwickelt.

Mehr erfahren wir erst im nächsten Band. Wenn ihr also wissen wollt, wie es weitergeht, solltet ihr euch den zweiten Band von Yu-Gi-Oh! Massiv von Carlsen zulegen. Immerhin handelt es sich bei Yu-Gi-Oh um einen absoluten Shonen-Klassiker. Zu Beginn scheint es noch etwas fremd zu sein, wenn die Freunde von Yugi bei ihren originalen Namen genannt werden, statt jenen, die uns eigentlich bekannt sind. Doch da gewöhnten wir uns recht schnell dran.

Quelle: www.carlsen.de

Düstere Geschichte

Ansonsten sind uns viele Tatsachen und Designs natürlich bekannt. Yugi und seine Freunde wurden für den Anime natürlich dem Manga entnommen und so können wir uns im Zweifel einfach am Aussehen der Charaktere orientieren, um zu wissen, wer wer ist. Etwas anders verläuft allerdings die Geschichte. Für den Anime wurde die Handlung etwas abgeschwächt. Im Manga duelliert sich der „erwachsene“ Yugi in Spielen der Finsternis, die im Anime nur von Gegenspielern genutzt werden und untermauern, wie böse sie sind. 

Fazit

Als jemand, der bisher keine Berührungspunkte mit dem Manga hatte, stellt er auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zur Handlung des Animes dar. Immerhin ist es hier gleich viel düsterer und auch teilweise erwachsener. Kein Wunder, sollte der Anime doch „konform“ für Kinder sein. Wenn auch ihr zu jenen gehört, die bisher nur den Anime oder nur das Kartenspiel kennen, lohnt es sich auf jeden Fall in die Bände von Yu-Gi-Oh! Massiv hereinzuschauen. Denn wir bekommen schon ziemlich früh Kontakt mit den Spielen der Finsternis, „Joey“ und Yugi reden über andere Themen und der generelle Tenor des Mangas ist deutlich erwachsener. Ich kann nur eine deutliche Empfehlung aussprechen, und für den Einstiegs-Preis von 5 Euro bekommt man eine Menge geboten. Inklusive dem Verlangen, mehr zu erfahren.

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