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Hitman IO Interactive Spiele-Review

Hitman: Freelancer im Test – Der beste Agent 47

Hitman: Freelancer ist das kostenlose Update für die World of Assassination-Trilogie und stellt das bisher beste Agent 47-Erlebnis dar.

Mit Hitman: Freelancer ist die bisher größte Inhaltserweiterung für die Hitman: World of Assassination-Trilogie erschienen. IO Interactive bringt mit dem Update die beste Hitman-Erfahrung auf alle Plattformen. Das Update selbst bietet aber weniger „neue“ Inhalte als Überarbeitungen der Level aus allen drei Ablegern der Serie. Was direkt auffällt, ist jedenfalls, dass der Schwierigkeitsgrad deutlich anzieht und höher ist als in den ursprünglichen Missionen. Doch, kommt trotzdem Spaß auf? Wir haben uns das Update angeschaut und verraten es euch!

Werdet kreativ!

In Hitman: Freelancer sind die Ziele komplett zufällig. Das führt dazu, dass wir gezwungen werden kreativ zu sein und nicht nur die Ziele um die Ecke zu bringen, sondern auch um die Ecke zu denken! Allerdings stellt sich diese Zufälligkeit schnell als Fluch und Segen heraus. So kann es durchaus passieren, dass wir bei Beginn einer Mission direkt neben unserem Ziel starten, aber auch, dass unser Ziel sich auf der komplett anderen Seite der Karte befindet. Hinzukommt, dass auch die Ausgangspunkte in den Level zufällig ausgewählt werden. Auch hier stellen wir schnell fest, dass es Vor-, aber auch Nachteile bringen kann.

Beispielsweise kam es schon vor, dass wir in einem feindlichen Gebiet gestartet sind, was natürlich direkt zu Beginn der Mission herausfordernd sein kann. Andererseits hatten wir aber auch schon viel Glück und konnten langsam und taktisch vorgehen und uns so Stück für Stück an das Ziel heranarbeiten. Grundsätzlich ist das Starten in feindlichem Gebiet eine Herausforderung, allerdings wäre das für „Colorado“ noch ziemlich untertrieben. Müssen wir dort eine hochstufige Syndikat-Herausforderung abschließen und starten in feindlichem Gebiet, geht uns ganz schnell das Licht aus…

Zufällige Gegenstände

Das wäre unproblematisch, würden wir beim virtuellen Ableben nicht all unsere Gegenstände, die wir bis dahin ergattert haben, verlieren. Das gilt dabei allerdings nicht nur für das aktuelle Level, sondern auch für Gegenstände, die wir in früheren Missionen erworben haben. Haben wir also schon zu Beginn einer Mission einfach nur riesiges Pech, weil uns das Spiel an einer sehr unvorteilhaften Stelle starten lässt, stellt sich natürlich schnell Frust ein.

Glücklicherweise kommt das nicht allzu häufig vor und oftmals können wir uns der Situation doch anpassen, und ein zu frühes Ableben verhindern. Gerade wenn wir ein schallgedämpftes Scharfschützengewehr oder eine schallgedämpfte Pistole finden, vereinfachen sich die Aufgaben in Hitman: Freelancer doch sehr. Wäre da nicht die Seltenheit dieser beiden Waffen, die dazu führt, dass wir sie nur sehr selten finden – da auch die Gegenstände zufällig platziert werden. Finden wir mal so eine Waffe, haben wir aber auch sofort im Hinterkopf, was passiert, wenn wir jetzt unglücklich sterben.

Viel Taktik

Auch wenn es mit viel Pech zu viel Frust kommen kann, ist das System grundsätzlich erstmal sehr interessant. Immerhin bringt es so eine zusätzliche Herausforderung mit sich und wir können nicht immer nur die gleichen Spots für Gegenstände absuchen, da wir wissen, wo was liegt. Hitman: Freelancer bringt außerdem das Gefühl der Elusive Targets in den Vordergrund, da jede Mission so ein Ziel sein kann. Zudem kommt dazu, dass wir stets Angst vor einem Fehltritt haben müssen und genau überlegen, was wir mitnehmen und was nicht.

Obendrein müssen wir uns als Agent 47 nicht unbedingt immer darauf fokussieren, still und heimlich vorzugehen, da wir ein paar optionale Aufgaben gestellt bekommen. Die können beispielsweise heißen, dass wir drei Gegner mit einer Schrotflinte aus dem Weg räumen sollen, oder den Anführer mit einer Explosion töten. Dafür bekommen wir dann eine fiktive Währung, die wir bei einem Lieferanten gegen Waffen und Gegenstände eintauschen können. Doch Obacht, beim Tod verlieren wir die Hälfte der Währung!

Safehouse und Schuppen

Das größte „neue“ Gebiet im Update ist das Safehouse, das für uns als Operationszentrale fungiert. Im Verlauf von Freelancer schalte wir auch laufend neue Gebiete frei, die mit einem neuen Gegenstand einhergehen, das wir mit auf Missionen nehmen können und so das Arsenal erweitert. Diese Gegenstände verschwinden übrigens auch nicht bei einem virtuellen Ableben von 47! Außerdem können wir auch einen Schuppen freischalten, indem wir beispielsweise Gift aus Pilzen herstellen können, sodass wir nicht auf zufällige Beute angewiesen sind.

Fazit

In Hitman: Freelancer bekommt man eine größere Rollenspielerfahrung als das in den „Hauptablegern“ der Fall war. Wir erweitern unser Arsenal und bekommen immer mehr Möglichkeiten, die zufälligen Ziele auszuschalten. Es ist sehr abwechslungsreich, bietet viele taktische Möglichkeiten und lässt ein schönes „Roguelike“-Gefühl aufkommen, bei dem sehr mit Bedacht vorgegangen wird. Immerhin führt der Tod von 47 zum permanenten Verlust der bis dato gesammelten Gegenstände und Waffen. Wer die Hitman-Ableger noch nicht kennt, findet hier ein tolles Komplettpaket vor, während bereits etablierte Spieler ein schönes kostenloses Update bekommen.

Ein Review-Key für die PS5 wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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