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Razer Firefly V2 Pro im Test: Mehr als nur Beleuchtung?

Das Razer Firefly V2 Pro ist ein echter Hingucker mit ordentlich RGB – doch ist es auch für den alltäglichen Gebrauch empfehlenswert?

Wenn ihr euch bei einem Mauspad schon immer mehr RGB gewünscht habt, erfüllt das Razer Firefly V2 Pro genau diesen Wunsch. Denn statt nur am Rand etwas Licht abzugeben, leuchtet hier wortwörtlich das gesamte Produkt, für das Razer gute 110 Euro aufruft. Kann es mit mehr als nur einer beeindruckenden, leuchtenden Fläche überzeugen, oder ist das der einzige Vorzug? Diese und weitere Fragen beantworten wir euch hier in unserem Test.

Quelle: razer.com

Ersteindruck

Wie auch schon die Razer Cobra Pro, deren Test ihr hier finden könnt, kommt auch da Firefly V2 Pro in einer schwarz-grünen Verpackung, auf dessen Front und Rückseite jeweils ein Produktfoto zu finden sind. Das auf der Vorderseite kommt mit einem Glanz daher, während das auf der Rückseite matt ist. Vorne ist zudem wieder der Produktname foliert, sodass dieser bei Licht schön schimmert. An den Seiten findet sich das Razer-Logo, Zertifizierungen, was sich im Inneren befindet und drei Features. Auf der Rückseite sind die Features dann noch einmal etwas detaillierter aufgeführt. Im Inneren befindet sich, neben dem Mauspad, noch ein (abnehmbares) USB-Kabel, das für den Anschluss an den heimischen Rechner benötigt wird. Und das war dann auch schon alles. Mehr braucht es allerdings auch nicht.

Beim ersten In-der-Hand-halten spüren wir direkt die feste, mikrotexturierte Oberfläche des Firefly V2 Pro. Diese ist sehr reibungsarm, auch wenn wir mit den Fingern schon eine leichte Textur spüren können. Laut Razer ist diese Oberfläche jedoch extra für optische Sensoren optimiert und soll eine „perfekte Balance aus Geschwindigkeit und Kontrolle“ bieten. Wir haben das Ganze mit unserer vor Kurzem ebenfalls unter die Lupe genommenen Cobra Pro getestet und merkten schnell, dass die Maus mit Leichtigkeit über die Oberfläche schwebt. Sie hakt nicht, bleibt nicht hängen und bietet große Präzision. Das haben wir sowohl beim Spielen, als auch beim täglichen Arbeiten gemerkt. Hier gibt es also nichts an der Oberfläche zu bemängeln.

Rutschfest

Damit das Mauspad selbst nicht verrutscht, besteht die Unterseite aus einer gummierten und damit rutschfesten Unterseite, sodass ihr bei jeglichen Untergründen schon etwas Kraft aufwenden müsstet, damit es sich bewegt. Bei den „normalen“ Mausbewegungen sitzt es bombenfest. In unseren Testcases hatten wir keinerlei Probleme mit verschiedenen Oberflächen. Wenn ihr das Firefly V2 Pro in eine bessere oder andere Position verschieben wollt, könnt ihr es zudem ganz leicht anheben und so an die Wunschposition bringen. Sofern ihr genügend Platz auf eurem Schreibtisch habt, denn mit 278 mm Länge und 360 mm Breite benötigt es mehr davon, als andere. Dafür bietet es damit aber auch genug Spielraum für eure Mausbewegungen.

Verbunden wird das Firefly V2 Pro übrigens mit einem gut 1,80 m langen USB-C-Kabel, das natürlich beiliegt. Außerdem befindet sich neben dem Anschluss noch ein USB-A-Port. An diesem könnt ihr beispielsweise den USB-Dongle eurer Maus anstecken, oder wahlweise auch alles andere, was einen USB-A-Anschluss nutzt. Wir haben dort den Dongle unserer Maus angesteckt, und es funktioniert hervorragend, ohne Verzögerungen.

Wunderschöne Beleuchtung!

Doch kommen wir jetzt zum eigentlichen Highlight des Mauspads: der Hintergrundbeleuchtung. Laut Razer sogar die „weltweit erste“ LED-Hintergrundbeleuchtung bei einem Mauspad, die in 15 verschiedene Beleuchtungszonen eingeteilt ist. Diese lassen sich individuell anpassen und ansteuern. Dabei soll die matte Oberfläche des Pads sogar noch das Leuchten der LED-Streifen im Rand verstärken. Und wir müssen sagen, dass wir beim ersten Anstecken des Mauspads sehr geflasht waren. Zum einen von der Helligkeit, zum anderen aber von der wunderschönen Beleuchtung selbst. Am Tag ist die Beleuchtung natürlich etwas weniger auffällig, sticht aber dafür gerade am Abend oder in dunkleren Umgebungen besonders deutlich hervor. Razer hat hier definitiv nicht zu viel versprochen!

Einstellen können wir die Beleuchtungszonen natürlich wie gewohnt über die Razer-Synapse-Software, die hier, wie auch bei allen anderen Razer-Geräten, zum Tragen kommt. Dabei lässt sich zwischen verschiedenen Effekten, oder eigenen Farben wählen. Außerdem könnt ihr festlegen, ob die Beleuchtung automatisch ausgehen soll, wenn der Monitor in den Standby-Modus geht, um Strom zu sparen. Wenn ihr es wirklich ernst meint, könnt ihr auch das Chroma Studio benutzen, um eigene Effekte und Abfolgen von Farben zu kreieren. Als Bonus könnt ihr zudem auch mit Razer Axion Hintergründe für eure Monitore wählen, die mit eigenen Effekten einhergehen und so passt eure Peripherie zum Hintergrundbild. Fantastisch!

Quelle: razer.com
Fazit

Wie so häufig bei Werbebildern, denke ich mir: „So sieht das doch niemals aus!“ Doch bei der Inbetriebnahme des Razer Firefly V2 Pro musste ich lobend anerkennen, dass die Bilder nicht lügen. Tatsächlich leuchtet die gesamte Fläche des Mauspads, so scheint es. Und das, obwohl die LEDs lediglich im Rand sitzen. Verrückt. Doch zurück zu den wichtigen Fragen. Braucht es wirklich ein komplett leuchtendes RGB-Mauspad? Natürlich nicht. Wer auf der Suche nach etwas Funktionierenden sucht, der wird sicherlich anderweitig fündig. Doch wer auf Beleuchtung satt steht und gerne auch auf schöne Farbspiele steht, der findet hier ein sehr passendes Utensil. Die Maus gleitet für tägliche Arbeiten und Zock-Sessions ohne Probleme über die leicht texturierte Oberfläche, es braucht nur einen USB-Slot für Pad und Maus und hat einfach eine wunderschöne Beleuchtung. Ein Muss für Individualist:innen.

Vielen Dank an Razer Europe für das zur Verfügung stellen des Produkts für diesen Test.

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