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Desktop-BegleiterIdleSpiele-Review

Wartide im Test: Netter, kleiner Desktop-Begleiter

Wartide, ein inkrementeller Desktop-Begleiter einer Ecke des Bildschirms, und in dem die eigene Basis Welle um Welle verteidigt wird.

Bei Wartide handelt es sich um ein Desktop-Idle-Verteidigungsspiel in dem genau das im Fokus steht: die Verteidigung der Basis. Entwickelt wurde der Titel von Dumbbell Games mit dem Zweck, einfach nebenher auf dem Desktop zu laufen. Dafür wird es einfach in einer der Ecken des Bildschirms platziert und läuft – auf Wunsch – komplett ohne eigenes Zutun einfach vor sich hin. Wir haben mal einen Blick auf den Titel geworfen.

Quelle: Dumbbell Games

Welle um Welle

Eine wirkliche Handlung oder Ähnliches verfolgt Wartide nicht. Stattdessen springen wir einfach nur in die Rolle des Kommandeurs einer Operationsbasis die von allen Seiten belagert wird. Welle um Welle treffen dabei neue Gegner ein, die die Basis zerstören wollen und wir müssen sie, mit unseren Möglichkeiten, zurückdrängen. Dafür können wir Infanterietrupps sowie gepanzerte Fahrzeuge und Luftunterstützung einsetzen, um gegen die immer weiter eskalierenden Feinde zu bestehen.

Zwischen den Kämpfen kehren wir immer mal wieder zu unserem Hauptquartier zurück um Verbesserungen vorzunehmen. Dabei lassen sich permanente Verbesserungen mancher Werte freischalten, unsere Einheiten zu Elite-Einheiten ausbilden oder wir aktivieren verschiedene Modifikatoren, die sowohl einen Bonus als auch Malus mit sich bringen. Um weit zu kommen, müssen wir unsere Truppen strategisch einsetzen und immer wieder von vorne anfangen.

Auto-Kommandant

Während wir in den ersten Wellen nur ein paar Infanterietrupps einsetzen können, schalten wir mit voranschreitenden Wellen immer neue Einheiten frei. Das reicht über leichte gepanzerte Fahrzeuge bishin zu modernem Kriegsgerät wie Helikoptern und Flächenbombern. Doch natürlich müssen wir auch auf die Kosten der Einheiten achten – jedenfalls zu Beginn des Spiels. Wir können nicht einfach einen Panzer in Auftrag geben und damit die ersten Wellen bestehen. Stattdessen folgt das Spiel immer einer festen Abfolge.

Was jedoch hilfreich ist, ist die Möglichkeit Einheiten automatisch ausbilden zu lassen. Das geschieht sofort, wenn genügend Geld für die Ausbildung zur Verfügung steht. Dennoch dauert es ein paar Sekunden, bis die Einheit dann auch auf dem Feld auftaucht. Wer es sich ganz einfach machen möchte, schaltet einfach den „Auto-Kommandanten“ an. Dieser übernimmt alle wichtigen Aufgaben während des Spiels wie die Ausbildung der Einheiten, das erforschen von Verbesserungen und dem Abschließen und Annehmen von Aufträgen für zusätzliche Belohnungen.

Quelle: Dumbbell Games

Prestige

Sobald wir Welle 75 erreichen, können wir unsere Basis mit einem Atomschlag selbst vernichten und bekommen dafür eine Extra-Währung, mit der wir permanente Verbesserungen freischalten können. Dazu gehört erhöhter Schaden für Einheiten, mehr Leben für die Basis oder einfach ein erhöhter Gewinn an Erfahrungspunkten für die Einheiten, aber auch die Möglichkeit automatisch den Prestige bzw. die Atombombe ab einer bestimmten Welle zu zünden.

Mit den Mikro-Leitern können wir aber nicht nur permanente Verbesserungen für Werte freischalten, sondern auch unsere Einheiten in der Garage weiterentwickeln. So wird mit der Zeit aus dem kleinen Tier 1 M3 Stuart-Panzer der Tier 5 M1x Abernathy – ein hochmoderner Panzer mit guter Feuerkraft und Reichweite. Entsprechend können wir auch unsere anderen Einheiten – außer unsere Infanterie – von Tier 1 auf Tier bringen und so auf mehr Feuer- und Widerstandskraft zurückgreifen.

Zwei weitere Modi

Ansonsten gibt es im Hauptquartier noch die Möglichkeit fünfzehn Forschungen zu vollziehen, die ebenfalls Einfluss auf unsere Einheiten haben. Beispielsweise gehört dazu, die kritische Trefferchance oder den Schaden zu erhöhen. Neben dem „klassischen“ Modus der Basisverteidigung gibt es noch zwei andere Modi. Bei dem einen gilt es, sich gegen Wellen von Zombies zu behaupten und beim Zweiten stürmen die gegnerischen Wellen ohne Pause auf uns zu.

Wartide wurde zudem von einem Solo-Entwickler erschaffen, der manche Ingame-Assets mit der Hilfe von generativer KI erstellt hat. Auf der Steam-Seite findet sich der Hinweis, dass nichts einfach blind übernommen, sondern stets vom Entwickler nochmals bearbeitet wurde. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

Quelle: Dumbbell Games

Fazit

„Wartide ist eine nette Ergänzung für das Arbeiten am PC. Immer mal wieder einen Blick in die Basis zu werfen und zu schauen, wie weit meine Einheiten gekommen sind beziehungsweise wie viele Mikro-Leiter wir uns verdient haben, ist ganz nett. Dabei ist der Auto-Kommandant auch eine sinnvolle Ergänzung, sodass der Titel wirklich nur zu einem reinen Desktop-Begleiter wird, der nur selten manuelles Eingreifen erfordert. Das Weiterentwickeln der Einheiten ist ganz cool und auch das Freischalten der permanenten Verbesserungen. Ab einem gewissen Punkt wird der Grind allerdings echt hart und selbst mit einer ordentlichen Menge an erhöhtem Schaden der eigenen Einheiten komme ich kaum eine Welle weiter. Wer zudem darüber hinwegsehen kann, dass generative KI für Ingame-Assets zum Einsatz kam, kann sicher mal einen Blick wagen. Mehr als ein nettes Spiel für nebenbei ist es aber nicht.„

Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Entwickler zur Verfügung gestellt.

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