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Wielders of the Essence im Test: Fantastisches Pixel-Roguelike

Mit „Wielders of the Essence“ beschreitet das Entwicklerstudio von „Songs of Conquest“ ein neues Genre und macht dabei sehr vieles richtig.

„Wielders of the Essence“ ist das Nachfolgeprojekt der „Songs of Conquest“-Macher von Lavapotion, bedient allerdings ein ganz anderes Genre. Denn statt eines rundenbasierten 4X-Spieles im Stile eines „Heroes of Might and Magic“ befinden wir uns hier eher bei einem Bullet-Heaven-Roguelike. Das Entwicklerstudio selbst beschreibt den Titel als eine Kombination der Action eines Bullet Heaven mit den befriedigenden Upgrades eines inkrementellen Spiels. Bedeutet also, es gibt eine Kurve, mit der es langsam immer weiter eskaliert. Wir durften uns das Spiel bereits im Vorfeld anschauen und verraten euch, wie es uns gefallen hat.

Quelle: Lavapotion

Wunderschöne Pixeloptik

Einer großen Geschichte folgt „Wielders of the Essence“ nicht, das braucht diese Art von Spiel aber auch nicht. Stattdessen orientiert sich vieles im Spiel am Vorgänger-Projekt „Songs of Conquest“. Das trifft vor allem auf die namensgebenden „Wielder“ also die Hüter und die Einheiten aus „Songs of Conquest“ zu, die in wunderschöner Pixeloptik dargestellt sind.

Entsprechend übernehmen wir die Rolle einer der Hüter und betreten eine von fünf verschiedenen Maps. Fortan gilt es, wie in jedem anderen Spiel des Genres, möglichst lange zu überleben und im besten Fall den Boss des Levels zu besiegen. Als Hüter greifen wir dabei auf einen Standardangriff zurück, mit dem wir den ersten Feinden, die auf uns zustürmen, den Gar ausmachen. Diese lassen dann Erfahrungspunkte und manchmal auch Gold fallen.

Einheiten zur Unterstützung

Haben wir genug Erfahrungspunkte gesammelt, steigen wir im Level auf und dürfen uns gleich eine von drei möglichen Verbesserungen aussuchen. Das kann eine aktive oder passive Fähigkeit sein, eine Einheit, die wir kommandieren, eine Essenz, die wir erzeugen oder auch eine Verbesserung für Gegenstände, die wir finden können. Was „Wielders of the Essence“ aber von den meisten ähnlichen Spielen abhebt, sind einerseits die Einheiten, die wir rekrutieren können. Andererseits ist es die Basis, die wir aufbauen können, doch dazu später mehr.

Die Einheiten orientieren sich dabei ebenfalls am Vorgänger-Projekt und dürften Spieler:innen von „Songs of Conquest“ daher sehr bekannt vorkommen. Beim Standardhüter, dem Frosch, sind das anfangs vor allem die „Jäger“, Frösche mit Speeren in den Händen. Davon bekommen wir beispielsweise drei Stück an die Seite gestellt, können es mit Verbesserungen aber auf fünf erweitern. Das ist nicht nur eine große Hilfe im Kampf gegen die Feinde, sondern auch sinnvoll. Immerhin sind wir als Hüter der Anführer und lassen, wie so oft, lieber andere für uns arbeiten.

Quelle: Lavapotion

Zauber & Ressourcen

Neben Einheiten, die uns übrigens erst Zugriff auf die verschiedenen Essenzen ermöglichen, gibt es noch Zauber, die wir wirken können. Um diese Zauber zu wirken, benötigen wir die entsprechende Essenz – daher ist die Reihenfolge: erst Einheit, dann Zauber, durchaus logisch. Die Jäger geben uns beispielsweise Zugriff auf die „Zerstörungs“-Essenz und damit lässt sich unter anderem ein Eis-Projektil abfeuern, das Gegner einfriert und Schaden verursacht.

Zusätzlich finden sich im Level auch verschiedene Points of Interest, die uns ebenfalls Vorteile verschaffen können. Dabei handelt es sich einerseits um solche, die uns buffen können, oder solche, die uns mit Ressourcen versorgen. Es lohnt sich also durchaus auch auf Erkundung zu gehen und zu schauen, was sich alles finden lässt. Ressourcen benötigen wir vor allem in der Basis, um unsere Gebäude, Einheiten, Zauber und Fähigkeiten aufzuwerten.

Ressourcen & Upgrades

Am häufigsten benötigen wir dabei Holz und Stein, mit denen sich unser Lager insgesamt aufbessern lässt, aber mit denen sich auch die aktiven und passiven Fähigkeiten aufwerten lassen. Mit jedem Levelup der Basis schalten wir weitere Möglichkeiten frei, die Ressourcen auszugeben. Am Anfang haben wir noch wenig Optionen und können unsere Jäger und auch unsere Fähigkeiten nur auf Level 1 freischalten.

Mit der nächsten Stufe erhalten wir dann schon mehr Optionen – und das gilt auch für jedes weitere Level der Basis. Gerade das Aufwerten der Einheiten kam uns dabei in „Wielders of the Essence“ am Lohnenswertesten vor. Immerhin verdoppelt sich der Grundschaden der Jäger bereits mit der Verbesserung von Level 1 auf 2. Und so gilt das für vieles andere ebenso.

Quelle: Lavapotion

Acht Minuten

Die wohl größte Stärke des Spiels, neben der famosen Optik, liegt dabei jedoch in den kurzweiligen Runden. Denn ein Durchlauf braucht in etwa acht Minuten vom Start bis zum Boss des Levels. Zwar lassen sich die aktuell fünf verschiedenen Level auch in einem höheren Schwierigkeitsgrad abschließen, dies ändert jedoch nichts an der benötigten Zeit.

Der einzige Kritikpunkt, den wir hier anbringen können, wäre wahrscheinlich der Umfang des Spiels, der mit etwa acht Stunden nicht ganz so groß ausfällt. Dafür müssen wir aber auch sagen, dass sich diese Länge doch gut anfühlt, gerade weil der Grind nicht so extrem ausfällt wie in vergleichbaren Spielen. Dort geht es dann meist einfach darum, die Level mit x Charakteren abzuschließen oder Ähnliches – klar, wenn es um Achievements geht, ist das nochmal ein anderes Thema.

Technischer Zustand

Von technischer Seite können wir ebenfalls wenig bis gar nicht meckern. Während unserer Durchläufe sind uns soweit keine größeren Probleme aufgefallen. Klar, in einer Vorabversion findet sich immer mal wieder ein (kleiner) Fehler, aber um diese zu finden, gibt es diese Vorabversionen ja. Während unseres Tests haben wir auch immer wieder kleine Updates gesehen, die dazu da waren, mögliche Probleme zu beheben. Abstürze haben wir keine erlebt.

Quelle: Lavapotion

Fazit

„Ich habe „Songs of Conquest“ schon sehr, sehr gerne gespielt und war sehr erfreut, als Lavapotion mit „Wielders of the Essence“ ihr nächstes Projekt angekündigt haben. Vor allem, da es ein Bullet-Heaven-Spiel ist, die ich sowieso gerne und oft spiele. Entsprechend gespannt war ich, zu sehen, wie sie ihren eigenen Twist mit ins Spiel bringen und das haben sie mit den Einheiten und dem Basenbau getan. Das sind auch zwei der Stärken des Titels, die sinnvolle Ergänzung zum sonstigen Spielablauf bieten. Im Grunde gehen wir aus jedem Durchlauf mit nützlichen Ressourcen raus, die uns weiterbringen. Auch, dass jeder Durchlauf nur etwa acht Minuten lang ist und der technisch einwandfreie Zustand stechen positiv hervor. Insgesamt hat Lavapotion hier ein richtig, richtig gutes Spiel veröffentlicht und knüpft damit tadellos and „Songs of Conquest“ an. Klare Empfehlung!„

Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Entwickler zur Verfügung gestellt.

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