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Final Fantasy Resonance im Test: Episches Pixel-Rollenspiel

Mit „Final Fantasy Resonance“ verkürzt Square Enix die Wartezeit auf das Finale der 7er-Remake-Trilogie mit einem klassischen Rollenspiel.

Mit „Final Fantasy Resonance“ schickt uns Square Enix in eine Pixel-Welt des ikonischen JRPG-Franchises. Dabei vereint der Titel gleich mehrere beliebte Charaktere der Reihe in einem einzigen klassischen Rollenspiel in Pixel-Optik. Dazu gehören außerdem auch Mogrys, Esper, Kristalle und weitere bekannte Elemente. Wer in Resonance wirklich alles mitnehmen will ist gut 55 Stunden beschäftigt. Damit sollte die Wartezeit auf das Finale der 7er-Remake-Trilogie deutlich versüßt werden. Wir durften uns den Titel einmal anschauen und verraten euch in unserem Test unsere Meinung.

Quelle: Square Enix

Das geheimnisvolle Mädchen

In „Final Fantasy Resonance“ ist Rain unser Protagonist, ein Kommandant der Luftschiff-Flotte des Königreichs Grandshelt. Zusammen mit seinem Kindheitsfreund Lasswell gehen sie einer Anomalie nach, die zu einem Schrein führt. In diesem wird der Erd-Kristall aufbewahrt, ein mächtiges Artefakt. Doch nachdem sie den Kristall gefunden haben, werden sie Zeuge, wie dieser zerstört wird. Dafür verantwortlich zeichnet sich eine Gruppe mächtiger Ritter, die auf den Namen „Die Geschworenen Sechs“ hört. Dabei ist der Erd-Kristall nicht das Einzige Ziel von ihnen, sondern sie wollen sich die Kraft aller Kristalle bemächtigen.

Nachdem Rain und Lasswell das erfahren, fassen sie den Entschluss, sich der Gruppe entgegen zu stellen. Doch die ist stärker als gedacht und entsprechend haben sie keine Chance gegen die Ritter. Doch kurz bevor sie endgültig ihre Niederlage eingestehen müssen, erscheint den beiden ein geheimnisvolles Mädchen zur Hilfe. Diese kann sich zwar daran erinnern, dass ihr Name Fina ist, aber ansonsten scheint sie an Amnesie zu leiden. Dennoch will sie sich den beiden unbedint auf ihrem Abenteuer, die Kristalle zu beschützen, anschließen. So beginnt die Reise.

Wir können euch an der Stelle beruhigen, falls ihr bisher keine Berühungspunkte mit der Serie hattet. Ihr müsst keinen Final-Fantasy-Teil gespielt haben, um mit Resonance klarzukommen. Da jedoch viele bekannte Charaktere und Elemente ihren Auftritt im Spiel haben, empfiehlt es sich jedoch, eine gewisse Vorerfahrung zu haben. 

Verbindung mit Visionen

Wenn bekannte Charaktere aus einem Franchise einen Auftritt haben, baut sich dieser meist erstmal auf und kommt – bestenfalls – überraschend. In Resonance ist das etwas anders. Denn hier zählt der Auftritt bekannter Charaktere mit zum Erlebnis dazu und so treffen wir bereits auf der ersten Mission auf die sogenannten „Visionen“. Diese finden wir immer wieder an bestimmten Schreinen, von denen wir dann eine neue Vision vorgestellt bekommen. Das passiert mit Screenshots aus den Spielen, aus denen der jeweilige Charakter entspringt. Zusätzlich erzählt uns eine Stimme etwas dazu und fragt uns, was ihr an deren Stelle getan hätten. So fallen, je nach Antwort, manche Details der Vision anders aus. Seid jedoch vorsichtig, wenn ihr andere Spiele des Franchises noch spielen wollt. Es kommen auch immer mal wieder Story-Spoiler in den Szenen vor.

Die Abbilder aus anderen Welten könnendann von einzelnen Charaktere ausgerüstet und im Kampf beschworen werden, um Seite an Seite mit ihnen zu kämpfen. Im Anschluss bekommen wir dann Meisterschaftspunkte, die den Meisterschaftsrang zwischen dem Charakter und der Vision erhöhen. Je höher dieser Rang ist, auf desto mehr permanente Fähigkeiten und passive Buffs haben wir Zugriff, die ausgerüstet werden können. Es lohnt sich also definitiv, länger mit einer Vision zu kämpfen.

Quelle: Square Enix

Radikaler Schock

Die rundenbasierten Kämpfe laufen dann im Grunde typisch für das Franchise ab. So haben Feinde nicht bloß eine Lebensleiste, die es auf null zu bringen gilt, sondern auch eine Schockleiste. Letzte sollten wir möglichst füllen, damit der entsprechende Gegner geschockt ist. Dadurch ist dieser für den Rest der Runde bewegungsunfähig und der Charakter, mit dem wir angreifen, darf einen zusätzlichen Schlag landen. Besonders stark ist es, wenn wir es schaffen, alle Gegner in einer Runde zu schocken. Das löst einen „Radikalen Schock“ aus, wodurch unsere gesamte Gruppe eine extra Runde erhalten und eine ausgewählte Vision kann einen Spezialangriff ausführen. Der Spezialangriff wird dann von einer fantastischen Extra-Animation untermalt.

Was dabei jedoch direkt ins Auge sticht, ist der unterschiedliche Grafikstil. So scheint der Stil der Charaktere des Spiels sich bewusst von den Visionen zu unterscheiden. Das hat uns des Öfteren rausgerissen, da wir ein Spiel in Pixel-Optik spielen und plötzlich realstisch dargestellte Figuren auf dem Bildschirm befinden. Das kann natürlich auch reine Geschmackssache sein, wir fanden es jedenfalls nicht so homogen.

Optisch sehr ansprechend

Ansonsten ist an der grafischen Darstellung von „Final Fantasy Resonance“ nichts auszusetzen. Der HD-2D-Stil ist insgesamt schön anzusehen und vergleichbar mit anderen Spielen des Genres, wie Octopath Traveler, das ebenfalls von Square Enix ist. Es wirkt dadurch deutlich moderner und zeitloser. Gerade die Zaubereffekte werden spektakulär in Szene gesetzt und die hübchen Charaktermodelle heben sich gut von der Umgebung ab, bei der oft mit Perspektive und Tiefenschärfe gespielt wird. Insgesamt bietet das Spiel viele verschiedene Szenerien, die sich voneinander abheben und schön anzuschauen sind.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass selbst bei fortgeschrittenem Spielstand kein langes Grinden für einen Levelaufstieg nötig ist. Natürlich ist es gerade später nicht unerlässlich, auch mal die ein oder andere Nebenaufgabe zu erledigen, oder etwas die Welt zu erkunden. Ansonsten wirkt der Fortschritt jedoch kurzweilig und motivierend. Außerdem gibt es noch Aufgaben unserer Gruppenmitglieder, deren Abschluss permanente Boni für diese freischaltet.

Chocobo!

Rollenspiel-typisch klappern wir, auch in „Final Fantasy Resonance“, die verschiedenen Läden einer – neuen – Stadt ab und stöbern nach neuen Ausrüstungsgegenständen, die wir unseren Gruppenmitgliedern geben können. Ansonsten sollten wir aber auch vor allem nach Maginit Ausschau halten, das in verschiedenen Stärken erhältlich ist. Damit können wir nämlich neue Fähigkeiten für die Visionen freischalten.

Ansonsten finden sich natürlich immer wieder bekannte Elemente aus anderen Final-Fantasy-Spielen. Dazu gehören auch die allseits beliebten Chocobos, auf denen wir uns über die Weltkarte bewegen. Oder wir kämpfen gegen bekannte Monster wie Kaktor oder Morbol. 

Quelle: Square Enix

Fazit

„Final Fantasy Resonance ist insgesamt ein spaßiges und motivierendes Rollenspielerlebnis, das seine Stärken vor allem dann entfalten kann, wenn man mit dem Franchise vertraut ist. Doch auch ohne Vorwissen lässt sich eine epische Reise spielerisch begleiten, die nicht weniger gut ist. Der größte Kritikpunkt ist wahrscheinlich die JRPG-typische Geschichte, die wenig Neues macht und sich eher am Standard orientiert. Stichwort Amnesie, beispielsweise. Dennoch ist das Abenteuer sehr abwechslungsreich inszeniert und gerade optisch sehr ansprechend gestaltet. Auch spielerisch ist Resonance gut gestaltet und wirklicher Grind kommt selten bis nie auf. Rollenspiel- und/oder Final-Fantasy-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Eine deutliche Empfehlung meinerseits!„

Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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