Dinghai: The Ocean Pillar, ein forderndes Action-RPG, vermischt östliche Mythologie mit einem Gameplay-Mix aus Wukong und Diablo.
In Dinghai: The Ocean Pillar betreten wir eine von der östlichen Mythologie angehauchten Welt und trefen auf Götter, Dämonen und vergessene Mächte. Spielerisch orientiert sich der Titel an Soulslike-Titeln wie Dark Souls oder Wukong und vermischt das Ganze mit einer isometrischen Perspektive und anderen Elementen, die wir sonst aus klassischen Action-RPGs wie Diablo kennen. Dazu gehören auch das Grinden von Loot und dem Finden von verschiedenen Builds. Wir haben uns einmal die Demo des Titels angeschaut und verraten euch, ob sich ein Blick lohnt.
Der legendäre Abgrunddrache
Die Prämisse von Dinghai: The Ocean Pillar ist recht schnell abgehandelt. Wir sollen zum Abgrunddrachen werden – einem legendären General, der einst unter Kaiseser Yan diente. Doch vor Jahrhunderten wurde er ins Exil geschickt und fiel im Kampf. Über all diese Zeit hat nur ein Bruchteil seiner Seele überlebt, die jetzt, durch einen verbotenen Fluch, Besitz von Yi ergreift. Nun wandelt der Abgrunddrache also wieder in der sterblichen Welt und kümmert sich um die Aufgaben, die er zu Lebzeiten nicht erledigen konnte.
Dabei ist das Kampfsystem auch das Herzstück des Spiels, denn es erlaubt uns mit verschiedenen Waffen zu kämpfen, Fähigkeiten zu nutzen und Elementaraffinitäten zu kombinieren. So entstehen in jedem Durchlauf des Spiels mächtige Builds, die wir zu unserem Vorteil nutzen können. Vor allem die Möglichkeit, zwei Waffen einzusetzen und so zu kombinieren, wirkt überzeugend. Um Vorteile und Synergien in jedem Kampf zum Tragen zu bringen, kombinieren wir so beispielsweise zwei Nahkampfwaffen oder eine Nah- und eine Fernkampfwaffe.
Schere-Stein-Papier
Dabei bietet jede Waffe einzigartige Fähigkeiten und ein eigenes Set an Moves und ein Element, das mit der Waffe einhergeht. Durch eine kluge Kombination aus diesen Gegebenheiten, können wir uns Vorteil gegenüber unseren Gegnern verschaffen. Dabei folgen die verschiedenen Elemente einem Schere-Stein-Papier-Prinzip und schlagen sich gegenseitig. So entsteht auch eine strategische Tiefe in den Kämpfen und eine „falsche“ Wahl der Waffe kann schnell nach hinten losgehen.
Grundsätzlich ist der Spielablauf aber recht linear gestaltet. Wir wählen unsere Waffen und reisen mit der Hilfe eines Wegpunkts in ein Gebiet, in dem wir unseren Durchlauf starten. Das passiert dann entweder in einem bereits abgeschlossenen Gebiet, das wir erneut spielen, oder ein Neues. Auf der Karte sehen wir im Vorfeld, welche Ressourcen und Gegenstände wir in den Arealen bekommen können. Das ist natürlich gut zu wissen, wenn wir eine bestimmte Sache brauchen.
Hohes Risiko, gute Belohnung
In jedem Gebiet, das wir betreten, warten unterschiedliche Arten von Begegnungen auf uns. Das reicht dabei von der Auswahl eines Relikts über Elite-Herausforderungen bis zu Boss-Begegnungen. Nach dem Abschluss eines Gebiets wählen wir den weiteren Verlauf unserer Route und können so teilweise bestimmen, welchen Ereignissen wir im Durchlauf begegnen. Wie so oft stoßen wir bei den Elite-Herausforderungen auf Minibosse, die uns deutlich bessere Belohnungen geben als Standardkämpfe, dafür aber auch knackiger sind. Es gilt also abzuwären, welches Risiko wir eingehen wollen.
In Dinghai: The Ocean Pillar bringt uns jeder Durchlauf weiter und dabei spielt es keine Rolle, ob wir es bis zum Boss schaffen oder nicht. Denn in den Kämpfen sammeln wir Beute und Gegenstände, die wir mit in den Hub nehmen. Diese können wir dann entweder benutzen oder gegen Kristalle eintauschen, die die Hauptwährung des Spiels darstellen. Mit diesen Kristallen schalten wir weitere Ausrüstungsgegenstände oder Fähigkeiten frei, die uns (hoffentlich) im nächsten Durchlauf weiterbringen.
Herausfordernde Kämpfe
Die Kämpfe im Spiel gestalten sich durchaus unterhaltsam, aber auch herausfordernd. Das liegt vor allem daran, dass sich oftmals Fernkämpfer mit Nahkämpfern mischen und so eine Vielfalt bieten, bei der man durchaus darauf achten muss, was auf dem Bildschirm passiert. Dazu gehören ausweichen und das Parieren von Angriffen zu den zentralen Elementen der Kämpfe. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad ist das Parieren weniger wichtig oder essenziell, um zu bestehen. Wer also nicht gerne Angriffe pariert oder das nicht so hinbekommt, wird in Dinghai keine Freude finden.
Doch gerade die Bosskämpfe sind durchaus anspruchsvoll und verlangen, wie das in Soulsike-Titeln so ist, das Beachten der Angriffsmuster und dem Ausnutzen der richtigen Zeitfenster, um eigene Angriffe zu landen. Zudem müssen wir herausfinden, welches Element besonders gut gegen den jeweiligen Gegner funktioniert – und welches weniger. Das kann durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen, gehört aber auch zum typischen Ablauf in Spielen dieses Genres.
Fazit
„Bislang macht die Demo von Dinghai: The Ocean Pillar einen sehr soliden Eindruck. Technisch hatte ich beim Testen keine Probleme und optisch macht der Titel schon einiges her. Auch die Designs der Gegner und gerade der Bosse ist sehr gut gelungen. Das Design der Level lädt durchaus hin und wieder zum Stehen und Bewundern ein. Doch das eigentliche Herzstück ist definitiv das Kampfsystem, das durch seine vielseitigen Möglichkeiten einfach Spaß macht. Zumindest solange ihr ein bisschen Talent für Paraden von Angriffen habt. Ansonsten wird es schon echt knackig. Doch gerade die verschiedenen Build-Möglichkeiten laden zum Ausprobieren und Wiederspielen ein. Wer Spiele wie Wukong und Diablo mag, sollte definitv mal einen Blick in die Demo werfen, die aktuell noch auf Steam verfügbar ist.„
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