skotschir.de
BlizzardDiabloSpiele-Review

Diablo 2: Resurrected – Reign of the Warlock im Test

Mit Reign of the Warlock gab es überraschenderweise eine neue Erweiterung für Diablo 2: Resurrected – wir haben die neue Klasse getestet!

Diablo 2: Resurrected hat mit „Reign of the Warlock“ überrasschenderweise eine neue Erweiterung bekommen, die auch gleich eine neue Klasse ins Spiel einführt. Das Ganze geschah im Rahmen des Diablo-Spotlights, in dem darauf eingegangen wurde, was in diesem Jahr für das Diablo-Franchise ansteht. Neben Infos zu Diablo: Immortal gab es auch weitere Einzelheiten zur kommenden „Diablo 4“-Erweiterung „Lord of Hatred“, die im April erscheint. Passend dazu wurde die zweite Klasse für den neuesten Teil präsentiert: der Hexenmeister. Überraschenderweise kommt die Klasse nicht nur zum neuesten Ableger, sondern war auch sofort nach der Präsentation für das über 25 Jahre alte Diablo 2 verfügbar! Wir haben uns die neue Klasse angeschaut.

Quelle: Blizzard

Umfang

Um überhaupt Zugriff auf die Erweiterung zu bekommen, müssen Spieler:innen 25 Euro auf den Tisch legen, wenn sie das Basisspiel, sprich Resurrected, schon besitzen. Wer noch nicht in den Genuss des wirklich sehr gelungenen Remasters des Klassikers kam, kann mit der Infernal Edition für 35 Euro komplett einsteigen. Das mag auf den ersten Blick erst einmal happig klingen, doch wir müssen uns die Erweiterung, und was sie mit sich bringt, im Detail anschauen.

Zu aller erst kommt mit „Reign of the Warlock“ die bereits angesprochene, neue Klasse, mit allem, was dazugehört, ins Spiel. Das bedeutet, es gibt neue Sprachaufnahmen für den Charakter, neue Gegenstände und natürlich auch neue Fertigkeitsbäume und visuelle Effekte. Hinzukommen mit den Terrorzonen eine neue Endgame-Mechanik, Überarbeitungen der Benutzeroberfläche und weitere Quality-of-Life-Features. Es ist also nichts, was „mal eben“ oder „nebenbei“ entwickelt wurde, sondern gezielt mit viel Zeit vorbereitet werden musste. Und es ist gut möglich, dass wir noch weitere Updates und Erweiterungen für Diablo 2: Resurrected bekommen, sofern die Resonanz auf den jetzigen DLC gut ausfällt.

Drei Pfade

Doch kommen wir zurück zum Hexenmeister. Grundsätzlich ist er jemand, der Dämonen beschwören und für seine eigenen Zwecke benutzen kann. Das passt auf jeden Fall in die typisch düstere, blutige Welt von Diablo 2. Dabei soll er vor allem die frühen Stadien der Erforschung von verbotener, dunkler Magie zeigen. Der Hexenmeister, der in Immortal vorhanden ist, soll eine Weiterentwicklung dessen zeigen und in Diablo 4 sehen wir dann den Höhepunkt der Klasse. Eine wilde und ungezügelte Version. Wie das genau aussehen wird, werden wir noch im Laufe des Jahres erfahren.

Was ist der Hexenmeister denn jetzt eigentlich genau? Wie bereits erwähnt benutzt er Dämonen und die dunkle Magie. Insgesamt hat er drei Pfade zur Verfügung, wovon einer eine Art „Totenbeschwörer light“ ist, wenn man so möchte. Denn das ist der Beschwörer-Pfad, in dem er beispielsweise Ziegenmänner unter seine Herrschaft stellt, die dann für ihn kämpfen. Der zweite Pfad kann ihn zu einem feurigen Zauberer werden lassen, der Flammen für sich arbeiten lässt. Der dritte Pfad ist der „Eldrith“-Pfad, der am ehesten einem Kampfmagier ähnelt, der auch im Nahkampf ordentlich austeilen kann. Mit seiner schwebenden Waffe und seinen Flüchen lehrt er den Gegnern das Fürchten.

Quelle: Blizzard

Zwei Skillungen

Als großer Fan des Totenbeschwörers haben wir uns natürlich zu aller erst den Beschwörer-Baum angeschaut und Dämonen für uns kämpfen lassen. Gerade am Anfang nimmt einem das viel Arbeit ab, denn der Ziegenmann tötet so gut wie alle Gegner mit einem, maximal zwei Schlägen. Ausgenommen sind natürlich Elite-Gegner oder Bosse. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Als nächstes bekommen wir Zugriff auf einen „Tainted“, was so viel wie „Verdorbener“ oder „Befleckter“ im Deutschen bedeutet. Dieser stellt sich den Gegnern nicht im Nahkampf, sondern verschießt kleine Feuerbälle, die auch ordentlich Schaden machen – sofern sie treffen. Im Verlauf verstärken wir dann unsere Minions, bekommen die Möglichkeit, mehrere gleichzeitig aktiv zu haben und können sie mit anderen Fähigkeiten noch weiter verstärken.

Als zweiten Ansatz haben wir uns mal den Eldritch-Baum angeschaut, hier passiert viel mit Miasma. So verschießen wir beispielsweise einen Miasma-Bolzen, der ordentlich Schaden an den Gegnern macht, oder lassen eine Miasma-Kette entstehen. Diese schadet Gegnern, die sie berühren – was wir aktiv steuern können, denn die Kette entsteht zwischen einem Gegner oder einem Punkt am Boden und uns und lässt sich so etwas ziehen. Im Verlauf verstärken wir vor allem die Kette und lassen den Gegnern so kaum Chancen, an uns heranzukommen.

Totenbeschwörer 2.0?

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich beide Fertigkeitsbäume sehr unterschiedlich spielen und beide ihre Vor- und Nachteile haben. Auch wenn das Beschwören von Einheiten und diese für sich kämpfen lassen natürlich stark an den Totenbeschwörer erinnert, hatten wir beim Spielen nicht das Gefühl, dass es ein Abklatsch einer bekannten Klasse ist. Wir beschwören zwar auch Dämonen, die für uns kämpfen, der Hexenmeister in Diablo 2: Resurrected hat trotzdem ein ganz eigenes Spielgefühl.

Quelle: Blizzard

Fazit

Reign of the Warlock kam nicht nur überraschend, sondern wurde auch direkt als Shadowdrop veröffentlicht. Umso spannender war es natürlich, sich selbst ein Bild von der Erweiterung zu machen. Immerhin hat Diablo 2 zuletzt vor über 25 Jahren eine Erweiterung bekommen und mit Resurrected „lediglich“ eine Remastered-Version. Doch vielleicht trägt genau das zur Rezeption des DLCs bei, die bei vielen durchaus positiv ausfällt – auch bei mir. Die neue Klasse macht Spaß und hebt sich etwas von den anderen ab, ohne dabei wie ein Abklatsch einer bereits bestehenden zu wirken. Die neuen Waffen, Fähigkeiten und Möglichkeiten ergänzen das Spiel sinnvoll. Auch die QoL-Verbesserungen und Neuerungen, wie die Terrorzone, sind ein logischer nächster Schritt im Leben von Diablo 2. Wer bisher noch gar nicht in den Genuss des Spiels gekommen ist, hat jetzt die perfekte Möglichkeit – aber auch Fans finden hier eine willkommene Erweiterung, die begeistert.

Der Review-Key für den PC wurde uns freundlicherweise von Faktor 3/Blizzard zur Verfügung gestellt.

Ähnliche Beiträge