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Lost and Found Co. im Test: Handgezeichnetes Gewimmel

Lost and Found Co. ist kein typisches Wimmelbildspiel, da hier auf interaktive Elemente, statt starrer Bilder, gesetzt wird.

Quelle: Big Egg Inc.

Kriegsgöttin Mei

In Lost and Found Co. schlüpfen wir in die Rolle von „Ducky“. Ducky ist – wer hätte es gedacht – eine kleine Ente, die allerdings von der Drachen-Kriegsgöttin Mei in einen Menschen verwandelt wurde. Durch mehrere, mehr oder weniger, unglückliche Umstände landen wir in der neuen Fundbüro-Firma von Mei. Fortan müssen wir Aufträge erfüllen und den Menschen dabei helfen, verloren gegangene Gegenstände wiederzufinden.

Dabei bietet das Spiel eine umfangreiche Geschichte, der wir folgen können, wenn wir das wollen. So wird die Zwischenzeit etwas aufgelockert und wir müssen nicht bloß stumpf Gegenstand nach Gegenstand suchen. Alle, die die Geschichte weniger interessant finden, können die Dialoge und Sequenzen aber auch einfach überspringen und sich so von Level zu Level hangeln. Insgesamt umfasst die Hauptgeschichte dabei zehn Level, in denen es rund um die Drachengöttin und ihren großen Konzern geht, der versucht die Stadt zu übernehmen. Nebenbei können wir zudem noch weitere Anfragen annehmen und erhöhen so die Anzahl der möglichen Level, die wir spielen können.

Hinweissystem

Zusätzlich zu den Aufträgen, die wir annehmen können, gibt es in den meisten Bereichen noch weitere Nebenaufgaben sowie optionale Aufgaben, die wir erledigen können, wenn wir das wollen. Die meisten Gegenstände, die es zu finden gilt, befinden sich gut sichtbar auf dem Bildschirm, sie sind eben nur ein wenig zwischen anderen Objekten versteckt. Allerdings gibt es noch weitere Gegenstände, die sich beispielsweise in einem anderen Objekt befinden. Entsprechend müssen wir vorher mit dem Objekt interagieren, um Zugriff auf den Inhalt zu bekommen. Bei den optionalen Aufgaben müssen wir zudem oft eine Reihe von Dingen finden, oder eine vage Vorgabe erfüllen.

So könnte eine Aufgabe zum Beispiel lauten, dass wir eine bestimmte Anzahl an Tieren finden müssen, die es nur in diesem bestimmten Bereich gibt. Auch könnten wir gebeten werden, dabei behilflich zu sein, den Streit zweier Personen beizulegen. Können wir die Gegenstände, die für das Abschließen des Levels erforderlich sind, nicht auf Anhieb finden, können wir das Hinweissystem in Anspruch nehmen. Dieses zeigt uns nicht sofort den Standort des gesuchten Gegenstandes, sondern gibt uns, wie der Name schon sagt, nur einen Hinweis darauf, wo es zu finden sein könnte. Bei den optionalen Aufgaben können wir jedoch nicht auf dieses System zugreifen und sind auf uns alleine gestellt. 

Quelle: Big Egg Inc.

Finde die Geister

In den verschiedenen Level können wir auch noch graue, zitternde Gegenstände finden, die „explodieren“ und eine Art Tinte hinterlassen. Lange bekommen wir jedoch keine Erklärung dafür, was es damit auf sich hat. Erst, wenn wir im fünften Level der Hauptgeschichte sind, offenbart sich uns das „Geheimnis“. Denn bei diesen grauen Gegenständen handelt es sich um ein weiteres Hinweissystem, das jedoch etwas expliziter ist, als das „normale“. Denn bei diesen Gegenständen handelt es sich um verfluchte Geister, die wir einfangen und für weitere Tipps benutzen können. Beziehungsweise zeigen uns die Geister, im Gegensatz zum anderen Hinweissystem, den exakten Fundort des Gegenstandes.

Dabei lassen sich die meisten Gegenstände gut auf den Kulissen erkennen, dank der handgezeichneten Optik des Spiels, die zudem noch wunderschön ist. In diese Welten wollen wir am liebsten eintauchen und einfach nur entspannen – zumindest letzteres gelingt bei Lost and Found Co. ziemlich gut! Auch das Design der Charaktere setzt auf eine handgezeichnete Optik, die eindeutig einen Touch Anime innehat.

Tolles Sounddesign

Daran knüpft auch das Sounddesign an, das von der Musik bis hin zur Atmosphäre ebenfalls sehr schön ist. Auch die Hintergrundmusik kann überzeugen und ist wenig aufdringlich. Stattdessen vermittelt sie einen fröhlichen Vibe und ermutigt uns, sie auch weiterhin laufen zu lassen, statt sie stumm zu stellen.

Quelle: Big Egg Inc.

Fazit

Lost and Found Co. kann sich wirklich sehenlassen – und das meine ich nicht nur wegen der schönen, handgezeichneten Optik. Wimmelbildspiele arten manchmal wirklich in Arbeit aus oder stressen und frustrieren einen, gerade auch, weil es oft nur super vage Tipps gibt, wo sich ein Objekt befindet. Hier ist das zwar in erster Linie auch der Fall, allerdings wirkt die zusätzliche Mechanik mit der Tinte der Geister dem entgegen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, der Geschichte rund um Ducky und Mei zu folgen und zwischendurche immer mal wieder besser und schlechter versteckte Objekte zu suchen und zu finden. Wer diese Art von (entspannten) Spielen mag, kann trostlos zuschlagen.

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