skotschir.de
IndieIndie-ReviewRogue-lite

Void Salvage im Test: Durch die Leere

Void Salvage ist ein kleines Indie-Roguelite/like und dreht sich vor allem um das Bergen von Wracks und dem Kampf gegen das Böse.

Bei Void Salvage handelt es sich um ein Indie-Spiel das von myradann entwickelt und vertrieben wird. Es erschien am 11. August 2026 auf Steam und schlägt in die Kerbe der Roguelites/likes. Im Spiel passiert das Meiste automatisch – das Sammeln von Ressourcen und auch die Kämpfe laufen automatisch ab. Als Spieler müsseen wir uns daher eine gute Strategie überlegen und uns auf einen (hoffentlich funktionierenden) Build festlegen. Ansonsten erkunden wir nach und nach interessante Orte und sammeln Materialien für Verbesserungen. Wir haben uns den Titel einmal angeschaut und verraten euch, ob ihr mal einen Blick wagen solltet.

Quelle: myradann

Komplex oder simpel?

Zunächst wirkt Void Salvage wie ein komplexes Spiel, das jedoch mit zunehmender Spielzeit einfacher und zugänglicher wird. Gerade auch deshalb, weil sich mit der Zeit immer mehr die einzelnen möglichen Builds herauskristallisieren und wir so wissen, was womit am besten funktioniert. Dazu zählen Verbesserungen für Drohnen, Augmentationen oder Waffen. Es gibt für jeden Spielstil etwas. Auch deshalb, weil sich der Schwierigkeitsgrad nach Belieben anpassen lässt.

Wirklich viel zur Story lässt sich an dieser Stelle nicht sagen. Es gibt zwar immer mal wieder ein paar kleine Story-Elemente, die in Form von Textprotokollen beim Start einer neuen Runde erscheinen, doch wirklich Substanz hat das nicht. In diesen Protokollen steht im Grunde lediglich, dass wir nicht wissen, wie wir noch am Leben sind. Denn als Spieler sind wir ein einsamer Pilot, der in einem Schiff durch den Weltraum düst und dabei Schrott sammelt und Gegner abschießt.

Ressourcen, Kampf, das System und Kern-Upgrades

Zum Start eines Spielstandes können wir aus drei verschiedenen Modi auswählen, mit denen wir diesen Spielstand dann bewältigen wollen. Die Wahl erfolgt aus „Inkrementell“, „Progressiv“ und „Roguelike“. Dabei ist „Inkrementell“ eine Art Easy-Modus, der eher milde Strafen aufweist und die Erkundung des Spiels entspannter gestaltet. Dadurch wirkt der Fortschritt aber auch fast garantiert – was bei einem Roguelike vielleicht nicht das ist, was die meisten Spielenden wollen. Wohingegen der „Roguelike“-Modus das genaue Gegenteil ist. In der Mitte liegt der sogenannte „Progressive“-Modus und eine gute Mischung aus den beiden Extremen bietet. Statt „Progressiv“ könnte man an der Stelle auch „Roguelite“ sagen. Damit ist dieser Modus nicht ganz so gnadenlos und war auch die meisten Zeit unsere Wahl. Am Ende könnt ihr natürlich selbst entscheiden, wie groß die Herausforderung sein soll.

Ressourcen, Kampf, das System und Kern-Upgrades sind im Spiel die vier Schlüsselfaktoren, auf die es in jeder Runde ankommt. Ressourcen sind dabei mit am Wichtigsten, denn diese sind die Basis für alles Weitere und setzen sich aus Erfahrungspunkten, Kredits und Treibstoff zusammen. Dabei bringen die meisten Aktionen im Spiel, wie das Einsammeln von Schrott oder das Besiegen von Gegnern Erfahrungspunkte. Die EP können wir dann für Kern-Upgrades einlösen, auf die wir später nochmal zurückkommen.

Quelle: myradann

Die Ressourcen

Kredits sind in Void Salvage das Geld, das wir ausgeben können, um verschiedene Verbesserungen erwerben zu können. Dazu gehören selbstverständlich auch Verbesserungen für das Schiff, das wir haben. Ansonsten lässt sich mit Geld auch das Schiff reparieren, sollte es Schaden genommen haben und damit lassen sich auch EP oder Treibstoff kaufen. Letzteres ist wichtig, um vorwärts zu kommen. Ähnlich wie bei FTL bewegen wir uns nicht frei durch den Weltraum, sondern reisen von Punkt zu Punkt im Orbit – und das kostet natürlich Treibstoff. Nachdem wir mehrere interessante Punkte auf der Karte angesteuert und abgehakt haben, öffnet sich ein Bossgebiet.

Die Kämpfe im Spiel laufen dabei automatisch ab, das bedeutet, dass unser Schiff von sich aus auf Gegner feuert. Das Einzige, was wir machen können, um Einfluss zu nehmen, ist zu sagen, welches gegnerische Schiff priorisiert attackiert werden soll. Dabei verfügen die meisten Schiffe über einen Schild, das zunächst umgangen werden muss. Die meiste Zeit über werden wir an den verschiedenen Orten in Kämpfe verwickelt und bekämpfen meist so zwischen einem und sechs Gegner. Für Siege erhalten wir dann wiederum Schrott, Geld und Treibstoff, aber auch spezifische Beute wie Augmentierungen, Module oder Sockel.

Upgrades

Sollte es uns mal dahinraffen, müssen wir wieder von vorne, sprich im ersten Sektor, anfangen. Doch bevor es von vorne losgeht, können wir uns einen Bonus aussuchen, der entweder aus einem Modul, einer Drohne oder einer allgemeinen Verbesserung besteht. Ansonsten gibt es noch Waffen und Sockel. Die Auswahl sollte sorgsam getroffen werden, denn wir haben nur begrenzt Platz für diese Art Boni, die sich zwar durch Kern-Upgrades erhöhen lassen, aber dennoch. Sollten wir einmal etwas Besseres finden, können wir uns immerhin dafür entscheiden, einen aktuellen Bonus zu ersetzen.

Drohnen umkreisen das Schiff und können verschiedene Aufgaben übernehmen – darunter das Kämpfen, das Verstärken der Verteidigung oder das Reparieren des Schiffrumpfes. Andere können wiederum Gegner ablenken oder Ressourcen sammeln. Sollten die Drohnen zu viel Schaden von Gegnern bekommen, werden sie zerstört. Augmentierungen bzw. Module sind sich ähnlich, verstärken aber andere Bereiche des Schiffes. Augmentierungen kümmern sich um die Waffen und Module fokussieren sich eher auf die Verteidigung. Ansonsten gibt es natürlich noch Waffen, die sich aus unterschiedlichen Typen zusammensetzen und wovon wir insgesamt zwei haben können. Die Kern-Upgrades, zu guter Letzt, sind wie ein Fertigkeitsbaum mit verschiedenen Zweigen aufgebaut.

Quelle: myradann

Fazit

„Insgesamt handelt es sich bei Void Salvage um ein interessantes Indie-Roguelike, das durchaus für ein paar Stunden zu begeistern weiß. Langfristig kann der Titel mich aber zumindest nicht motivieren, dranzubleiben. Was aber auf jeden Fall schön ist, ist die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, sprich die Wahl aus den drei Modi „Inkrementell“, „Progressiv“ und „Roguelike“. Auch motivierend ist es, während den Durchläufen das eigene Schiff mit den verschiedenen Verbesserungen anzupassen und so auch unterschiedliche Builds zu finden und auszuprobieren. Wer solche Art von Spielen mag, kann definitiv mal einen Blick wagen. Alle anderen werden wahrscheinlich weniger glücklich mit dem Spiel werden.„

Ein Review-Key wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Ähnliche Beiträge