In „Dominus Gladiatus“ verwalten wir unseren eigenen Ludus, rekrutieren Gladiatoren und lassen sie in automatischen Kämpfen antreten.
„Dominus Gladiatus“ widmet sich den Luden, den Ausbildungsstätten der Gladiatoren und packt uns in die Rolle des Dominus – des Verwalters. Statt, dass wir selbst in der Arena stehen, rekrutieren wir also Kämpfer für uns, die sich in die antiken Arenen begeben und für die Unterhaltung der Menschen den Kopf hinhalten müssen. Es gilt, die richtige Ausbildung für die Athleten zu finden, sie mit besserer Ausrüstung auszustatten und zur richtigen Zeit in die Pause zu schicken. Natürlich steht auch der ein oder andere Kampf an, in dem es um Leben und Tod geht. Wir haben uns Dominus Gladiatus einmal angeschaut und verraten euch im Kurztest, wo es noch hapert.
Der Dominus
Während wir in den anderen Titel von Entwicklerstudio Brain Seal Ltd noch in die Rolle des Kämpfers geschlüpft sind, wie zum Beispiel bei „Story of a Gladiator“, sieht das bei „Dominus Gladiatus“ anders aus. Hier begeben wir uns als Dominus in die Rolle des Verwalteres einer Gladiatorenschule. Dazu wählen wir einen von sechs „Domini“ aus, die verschiedene Vorteile bieten. Mit diesem gilt es, eine gesamte Turniersaison hinweg zu bestreiten und gegen die fünf anderen anzutreten. Am Ende erreichen wir, hoffentlich, den Sieg.
Doch auf dem Weg dahin gilt es verschiedene Entscheidungen zu treffen. Angefangen bei der Auswahl der eigenen Gladiatoren. Diese finden wir auf dem Markt und sondieren dort erst einmal die potenziellen Kandidaten. Haben wir uns für einen – oder mehrere – entschieden, geht es zum Training. Dabei können wir bestimmen, worauf sich der entsprechende Kämpfer fokussieren soll. Die Auswahl treffen wir dabei zwisschen einem verstärkten Angriff, besserer Verteidigung oder anderen Fähigkeiten, die hilfreich im Kampf sein könnten. Jede Fähigkeit benötigt eine unterschiedliche Anzahl an Tagen, um das Training erfolgreich abzuschließen. Da aber alle paar Tage ein neuer Kampf ansteht, gilt es abzuwären, was gerade sinnvoll ist.
Moral und Ausrüstung
Doch das Training ist nur einer der Faktoren, denn wer hart trainiert und kämpft, braucht auch Pausen zur Erholung. So zerrt jeder Kampf an der Moral eines Kämpfers und fehlende Moral hat Auswirkungen. So genügt es beispielsweise, wenn die Moral auf drei sinkt, dass sich der Kämpfer Verletzungen im Kampf zuziehen kann. Das wollen wir natürlich tunlichst vermeiden, immerhin bedeutet ein Ausfall eines Athleten, dass wir einen vergleichbar starken Ersatz brauchen und, dass er in der Zeit nicht trainieren kann.
Bevor wir einen Gladiator in die Arena schicken, können wir ihn nicht nur trainieren, sondern auch mit anderen Ausrüstungsgegenständen versehen. Diese bieten eine bessere Verteidiung oder lassen ihn härter zuschlagen – sichern also grob gesagt sein Überleben. Sind wir zufrieden mit der Ausrüstung unseres Kämpfern, können wir ihn in regelmäßigen Abständen in den Kampf schicken. Die Kämpfe im Spiel laufen dabei allerdings automatisch ab und wir können keinerlei Einfluss darauf nehmen. Lediglich das Publikum kann ein wenig Einfluss nehmen, wenn die Gladiatoren die Gunst derer bekommen. So kann es passieren, dass die Zuschauer einen Gladiator bewerfen und ihn so kurzzeitig betäuben – das kann durchaus entscheidend sein.
Gameplay-Loop
Und im Grunde ist damit schon alles zum Spiel gesagt. Denn viel mehr gibt es nicht zu sehen oder zu entdecken. Der Gameplay-Loop ist klar definiert und wiederholt sich von Tag zu Tag. Wir schicken unsere Gladiatoren zum Training, lassen sie im Zweifel kurz pausieren, geben ihnen neue Ausrüstung oder heuern neue Rekruten an und dann geht es auch schon zum Kampf, den wir hoffentlich gewinnen. So wiederholt sich jeder Tag im Spiel aufs Neue und bietet nicht wirklich viel (mehr) Tiefe.
Wem das nicht zu repetitiv ist, muss dennoch einen hohen Preis bezahlen, denn ohne Angebot kostet „Dominus Gladiatus“ 19,99 Euro auf Steam und bietet dafür nicht sonderlich viel. Bereits nach wenigen Stunden hatten wir alles gesehen. Hinzukommt, dass der Titel von „PlayWay S.A.“ vertrieben wird, die nicht gerade den besten Ruf genießen.
Fazit
„„Dominus Gladiatus“ wirkt auf den ersten Blick interessant, besonders wenn man das Setting im antiken Rom und Gladiatoren ansprechend findet. Allerdings merken wir bereits nach wenigen Stunden, dass das Spiel wenig Tiefe besitzt und jeder Tag im Spiel grundsätzlich gleich abläuft. Neue Gladiatoren anheuern, diese zum Training schicken und gebenenfalls mit neuer Ausrüstung zu versehen, bevor es zum Kampf geht. Nach einem Kampf beginnt dieser Ablauf von vorne, ohne wirklich Abwechslung bieten zu können. Außerdem ruft Publisher PlayWay – der ohnehin nicht unumstritten ist – einen Preis von rund 20 Euro auf. Das ist viel zu viel. An der Stelle können wir keine Empfehlung aussprechenn.„
Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Publisher zur Verfügung gestellt.



