Bei Rune Legacy Idle handelt es sich um ein kleines Indie-Rollenspiel mit Idle-Mechanik – wir müssen also im Grunde nur abwarten.
Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sich Rune Legacy Idle einfach so nebenbei spielt. Bei dem Indie-Rollenspiel mit Idle-Mechanik vom Entwickler Blue Gravity Games geben wir lediglich die Anweisung, was gemacht werden soll, und unser Charakter kümmert sich darum. Währenddessen machen wir am PC einfach irgendwas anderes und kommen später zurück. Wer das Ganze nicht alleine spielen möchte, kann im Spiel auch Freunde hinzufügen und so gemeinsam auf Abenteuer zu gehen – für mehr Spaß! Wir haben uns das kleine Indie-Spiel mal angeschaut.
Mach du mal!
Idle-Games sind längst kein neues Phänomen mehr und finden sich nicht mehr nur auf Mobilgeräten wieder. Gerade bei Steam gibt es eine lange Liste an diesen AFK-Spielen, bei denen wir im Grunde nur hin und wieder mal hereinschauen müssen. Alles andere passiert von alleine und wir ernten die Früchte, die unser Charakter oder unsere Charaktere hart verdienen, während wir etwas anderes machen. Auch Rune Legacy Idle gehört zu dieser Art Spielen. Wir erstellen uns einen Charakter in einer Fantasy-Welt und legen im Anschluss mit wenigen Klicks fest, was gemacht werden soll.
Zum Start sind wir natürlich noch ein schwacher Niemand. Wir beginnen damit, ein paar Bäume zu fällen, um Holz zu erhalten und gehen in die Mine, um ein paar nützliche Erze abzubauen. Ist das erledigt, feuern wir mit dem gesammelten Holz die Schmelze an und lassen uns ein paar schöne Barren schmelzen. Mit den frischen Barren können wir dann unsere erste Ausrüstung herstellen, die wir benötigen, um uns in den Kampf stürzen zu können. Doch nicht zu schnell, wir benötigen selbstverständlich auch noch etwas Heilung, falls wir im Kampf auch einstecken müssen. Also noch schnell zum Teich und die Angel ins Wasser geschwungen. Die gefangenen Fische bringen wir dann zum Lagerfeuer und kochen sie. Jetzt sind wir bereit!
Passiv statt aktiv
Was sich liest, wie eine kurze Abenteuer-Vorbereitung kostet uns tatsächlich mehr Zeit als angenommen. Immerhin wiederholt unser Charakter so lange die eine Aufgabe, die wir ihm geben, bis wir ihm eine neue geben. Bedeutet also, er sammelt Holz bis zum Umfallen, wenn wir ihn vergessen. Es lohnt sich, regelmäßig mal reinzuschauen, um zu prüfen, wie viele Rohstoffe nun gesammelt wurden. Das Gute ist: Das muss nicht alle x Minuten passieren, sondern kann auch erst nach Stunden erfolgen – uns entsteht daraus kein Nachteil. Im Gegenteil. Je länger unser Charakter Ressourcen sammelt, desto mehr haben wir, auf das wir zurückgreifen und im besten Falle auch veredeln können. Es ist definitiv eine willkommene Abwechslung, nicht aktiv 100 Stunden oder mehr in ein Spiel stecken zu müssen – sondern rein passiv. Mal hier reinschauen, mal dort. Es besteht kein Zwang, das in einem gewissen Abstand zu tun.
Gespeichert wird euer Fortschritt übrigens über die Unity-Cloud. Das bedeutet, dass ihr euch beim Spielstart mit einem Unity-Account einloggen müsst, oder ihr legt euch einen an. Das ist leider eine Extra-Hürde, die nicht alle bereit sind zu nehmen. Außerdem kommt hinzu, dass es wohl lange Probleme mit dem Speichern des Fortschritts gab. Die gab es aber wohl bevor das neue System eingeführt wurde. Seitdem speichert das Spiel regelmäßig und ihr verliert keinen Fortschritt mehr. So jedenfalls unsere Erfahrung bisher.

Fazit
„Bei Rune Legacy Idle handelt es sich um ein kleines Rollenspiel-Idle-Game, das ihr ganz einfach nebenbei laufen lassen könnt oder einfach hin und wieder mal reinschaut. Die anfänglichen Probleme mit dem Speichern des Fortschritts haben bei Steam leider das Erwartbare verursacht und die Bewertung runtergezogen. Lasst euch davon also erstmal nicht beirren. Wenn ihr Bock auf ein süßes Indie-Game habt, bei dem ihr im Grunde nicht viel machen müsst, dann kann ich es euch ans Herz legen.„


