In Insider Trading ist der Name Programm, denn hier trifft Deckbau auf Marktmanipulation und sorgt so für eine fesselnde Kombination.
In Insider Trading geht es vor allem um eines: den Markt zu unseren Vorteilen zu manipulieren und das Maximum an Gewinn herauszuziehen. Was im echten Leben illegal ist, ist hier, im virtuellen Raum eines Videospiels, an der Tagesordnung. Dabei vermischt der Titel Deckbuilding-Elemente mit denen eines Roguelikes. Dazu gehört auch, dass wir verschiedene Synergien finden und zu unserem Vorteil ausspielen müssen. Wir haben uns in die Rolle des Börsenakteurs geworfen und verraten euch, wo die Stärken und Schwächen des Titels liegen.
Sieg oder Niederlage
Sieg oder Niederlage liegen oft beieinander und werden von Entscheidungen beeinflusst, die getroffen werden. In Insider Trading kann das bedeuten, dass wir mit der falschen Entscheidungen alles zum Scheitern bringen, oder doch das große (virtuelle) Geld verdienen. Denn unser Ziel ist es, am Ende einer Woche einen bestimmten Betrag erwirtschaftet zu haben. Sind wir kurz davor, diesen Betrag zu erreichen, ist jede Karte, die wir ausspielen, entscheidend. Denn jede Karte kann den Kurs auf verschiedene Arten beeinflussen – sowohl positiv als auch negativ.
Werden wir allerdings zu gierig und hoffen, dass die nächste Karte den Kurs noch weiter steigen lässt und es passiert genau das Gegenteil, laufen wir Gefahr, alles wieder zu verlieren. Damit bedient sich der Titel zwar unter anderem an gängigen Roguelike-Mechaniken, doch verbindet es das Ganze mit Aktienkursen. So fühlt sich der Titel auf jeden Fall etwas anders an, als wir dachten.
Aggressives oder nachhaltiges Vorgehen
Grundlegend ist das Spielprinzip einfach erklärt: Wir spielen Karten aus, um Aktienkurse zu manipulieren und wöchentliche Zielvorgaben zu erreichen. Dabei versuchen wir stets, nicht in die Pleite zu rutschen. Doch, wie so oft, befindet sich hinter der einfachen Basis eine tiefere Spielmechanik, die verstanden und gemeistert werden möchte. Im Spiel befinden sich nämlich über 120 verschiedene Karten, die nicht wie sonst für den Angriff, die Verteidigung oder anderes gedacht sind. Denn in Insider Trading beeinflussen sie die Kursverläufe und lösen unterschiedlichste Marktereignisse aus, die Kettenreaktionen mit sich ziehen und so unerwartete Folgen haben können.
Immer wieder stehen wir dabei vor der Entscheidung, ob wir den Kurs lieber aggressiv, aber kurzfristig, nach oben schießen lassen möchte, oder doch eher eine nachhaltige Spielweise verfolgen. Gerade am Anfang haben wir öfter gedacht, dass ein aggressives Vorgehen gar nicht so falsch sein kann, doch sobald sich der Markt korrigiert sieht die Welt wieder ganz anders aus. Es ist durchaus sinnvoll, lieber nachhaltig zu agieren und ein paar Züge im Voraus zu planen.
Pillen, Perks und Synergien
Neben den Karten stehen uns auch noch mehr als 60 „Pillen“ und „Perks“ zur Verfügung, die durchaus absurde Kombinationsweisen ergeben. Diese Modifikatoren ändern grundlegend, wie unser Deck funktioniert und sorgen dafür, dass, mit den richtigen Kombinationen, unser Deck übermächtig erscheint. So kann es durchaus vorkommen, dass wir Perks erhalten, die bei einem Kursverlust ausgelöst werden und dafür sorgen, dass der Aktienkurs in die Höhe schnellt. Das fühlte sich zunächst falsch an, immerhin wollen wir Kursverluste ja vermeiden.
Bei der Wahl der Perks gilt es jedoch ebenfalls abzuwären. Denn, wenn wir uns nur auf eine Strategie fokussieren, kann das zwar durchaus zu ungeahnten Höhenflügen führen, allerdings sind wir dann auch sehr verwundbar, sollte der Markt einmal nicht zu unseren Gunsten spielen. Es sind nicht wenige Durchläufe daran gescheitert, dass wir voll auf eine Synergie gesetzt haben, der Makrt aber andere Pläne hatte.
Verschiedene Charaktere
Einerseits ergibt sich der Wiederspielwert von Insider Trading durch scheiternde Durchläufe und dem Herausfinden und Testen der verschiedenen Synergien. Doch andererseits können wir unterschiedliche Charaktere freischalten, die ebenfalls einen guten Anreiz geben, nochmal eine neue Runde zu starten. Dabei verfügt jeder Händler über ein einzigartiges Start-Deck und eigene Mechaniken, die den Markt beeinflussen.
Einer der freischaltbaren Charaktere ist beispielsweise darauf spezialisiert, Leerverkäufe zu tätigen. Das bedeutet, wir verdienen Geld, wenn die Kurse fallen, statt wie üblich, wenn sie steigen. Dadurch müssen wir eine andere Strategie verfolgen und durchaus um denken, statt ständig der einen Strategie zu folgen. Ein anderer Charkter wiederum konzentriert sich voll und Ganz darauf, Insiderinformationen zu beschaffen und so Marktbewegungen vorherzusagen, bevor sie eintreten. Ihr seht schon, wenn ihr lieber die eine Strategie herausfinden und verfolgen wollt, ist der Titel eher weniger für euch, da hier viel Abwechslung vorliegt.

Fazit
„Insider Trading ist nicht einfach ein „weiteres Deckbuilder-Spiel“ von denen es mittlerweile doch schon einige gibt. Wobei die meisten davon sehr auf das Fantasy-Genre konzentrieren. Damit ist der Fokus auf den Aktienmarkt und der Beeinflussung dessen schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal. Zumal nicht bloß das Setting über das Grundgerüst eines anderes geworfen wurde, sondern die Spielmechaniken durchaus sinnvoll ineinander greifen. Gerade durch die Unvorhersehbarkeit, die ausgespielte Karten hervorrufen und damit Wendungen mit sich bringen, die ich so nicht erahnt hatte, machen den Charme des Titels durchaus aus. Zwar scheinen die 12,89 €, die für den Titel aufgerufen werden, etwas happig, doch gerade wer gerne verschiedene Strategien herausfindet und anwendet wird damit mehr als glücklich sein. Gerade auch, weil die verschiedenen freischaltbaren Charaktere das Ausprobieren fördern.„
Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Entwickler zur Verfügung gestellt.




