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Echoes of the End im Test: Spaßiges Abenteuer mit Schwächen

In Echoes of the End stürzen wir uns in eine lebhafte Fantasy-Welt und versuchen einen drohenden Krieg zu verhindern – gelingt das?

Echoes of the End ist das erste Spiel aus dem Hause Myrkur Games, das in Zusammenarbeit mit Deep Silver entstand. Dabei legt das Spiel einen ordentlichen Grundstein für das Studio, auf dem es sich in Zukunft aufbauen lässt. Denn es orientiert sich zwar an Action-Adventures wie beispielsweise God of War, kommt aber noch nicht an diese großen Blockbuster heran. Wir haben uns den Titel mal angeschaut und verraten euch, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Quelle: Deep Silver

Lineares Abenteuer

In Echoes of the End verfolgen wir Ryn und Abram auf ihrer Reise durch die Fantasy-Welt. Der Fokus der beiden liegt dabei darauf, eine Invasionsarmee aufzuhalten, die ihre Heimat bedroht. Was recht 0815 klingt, ist es auch, denn die Geschichte haben wir so, oder so ähnlich, schon ein paar mal gesehen und gehört. Dennoch bringen gerade die Gespräche der beiden Charaktere Leben in die Geschichte. So vermitteln sie Hintergrundwissen zu den Szenerien, die uns begegnen und auch zu den Monstern, denen wir uns stellen müssen.

Es gibt zwar die ein oder andere Überraschung im Verlauf, dennoch handelt es sich hier um ein recht lineares Abenteuer. Was aber nichts Schlechtes sein muss, denn das Reisen durch die verschiedenen Orte macht durchaus Spaß. Immerhin sehen wir nicht immer nur die gleichen Szenerien, sondern von brennenden Dörfern und ausbrechenden Vulkanen, bis hin zu antiken Städten ist so ziemlich alles dabei.

Rätsel lösen

Immer wieder stoßen wir auf unserer Reise auf Rätsel, die es zu lösen gilt. Hinweise auf deren Lösung finden wir dabei immer wieder, doch auch ohne diese sind die Rätsel nicht allzu schwer. Das Lösen macht ebenfalls durchaus Spaß, wobei manche Jump’n’Run-Passagen durchaus frustrierend sein können – wie gewohnt. Um diese Rätsel zu lösen, bekommen wir im Verlauf des Spiels neue Möglichkeiten, sodass wir auch verschiedene Ansätze testen können.

Teilweise stießen wir sogar auf Illusionswände, ähnlich wie bei Dark Souls, die erst unscheinbar aussehen, uns aber dann doch offenbaren, was sich dahinter verbirgt. Selbiges gilt auch für Wege, die so eigentlich gar nicht existieren. So lassen sich auch manche Rätsel lösen.

Quelle: Deep Silver

Inspiration

Wie eingangs erwähnt nimmt sich Echoes of the End unter anderem God of War zum Vorbild, was sich vor allem im Kampfsystem widerspiegelt. Dabei ist die Oberfläche der Kämpfe recht simpel, es kann aber dennoch recht komplex werden, wenn wir die verschiedenen Fähigkeiten nutzen, die wir mit Ryn freischalten können. Zudem haben wir mit Abrams noch einen Begleiter, den wir zwar nicht steuern können, der sich aber auch gut ohne unseren direkten Einfluss macht. Er hilft dabei, unsere Gegner auf Distanz zu halten oder dropkicked sie nieder. Dabei macht er zwar nicht viel Schaden, eine gute Hilfe ist er dennoch.

Die Fähigkeiten von Ryn teilen sich dabei in vier Fertigkeitsbäume auf, wobei einer eher für Begleiterfähigkeiten ist. Die unterschiedlichen Pfade teilen sich in Schwertfertigkeiten, Vestige-Kraftfähigkeiten und Verteidigungsfähigkeiten ein. Keine der Fähigkeiten, die wir freischalten können, fühlt sich dabei wirklich nutzlos an – obwohl manche es durchaus sind. Denn wir kommen oftmals einfach nicht dazu, bestimmte Fertigkeiten zu nutzen, weil die Gegner sich erholen und uns kontern. Das ist leider sehr schade.

Vestige-Kräfte

Dafür sind die Vestige-Kräfte umso cooler, da sie uns sehr stark an die „Macht“ aus dem Star-Wars-Universum erinnert hat. So können wir Feinde in verschiedene Richtungen schleudern, sie hochheben und zu Boden schleudern oder einen Strudel erzeugen, der unsere Feinde auf einen Fleck zieht. Allerdings lassen sich diese Kräfte nicht unendlich oft nacheinander benutzen. Stattdessen haben wir eine Ausdauerleiste, die sich im Kampf auffüllt und je stärker die Kraft ist, die wir benutzen, desto mehr Ausdauer verbraucht sie auch.

Nicht verbraucht wirkt hingegen die Optik des Spiels. Gerade die Landschaften sind oftmals malerisch, laden zum Verweilen ein und wirken sehr glaubwürdig. Auch die Charaktermodelle können sich durchaus sehen lassen. Probleme gibt es hingegen bei manchen Effekten, die bedauerlicherweise einfach nicht gut umgesetzt sind. Auch der Soundtrack sticht nicht unbedingt hervor und ist eher neutral – also weder besonders gut, noch besonders schlecht.

Quelle: Deep Silver

Fazit

Mit Echoes of the End lässt sich durchaus einiges an Spaß haben. Die Prämisse der Geschichte ist zwar nicht gerade die originellste, muss sie am Ende aber auch nicht sein. Gerade, weil die Charaktere die Geschichte gut und glaubwürdig erzählen. Deutlich mehr Spaß machen da die wunderschönen Landschaften und die interessanten Rätsel, die nie wirklich schwer sind – auch wenn manche Jump’n’Run-Passagen frustrierend sein können. Ähnlich positiv und negativ lässt sich auch über die Kämpfe sprechen. An sich ist das Kampfsystem gut gelungen und bietet auch Tiefe, doch leider sind manche Fähigkeiten einfach überflüssig, weil wir sie nie wirklich nutzen können. Insgesamt ist Echoes of the End ein Spiel, das vor allem Leute anspricht, die gerne durch malerische Landschaften spazieren und dabei einer Geschichte folgen wollen.

Der Review-Key für den PC wurde uns freundlicherweise von Deep Silver zur Verfügung gestellt.

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