Bei „Pidgeon Pocket“ handelt es sich um ein inkrementelles Spiel, in dem diebische Tauben ahnungslose Fußgänger berauben.
In „Pidgeon Pocket“ weisen wir einen Schwarm aus verschiedenen Tauben an, ahnungslose Fußgänger zu bestehlen und sie so um ihre Münzen zu bringen. Diese Münzen können wir dann in verschiedene Verbesserungen stecken, die so ein inkrementelles Erlebnis mit sich bringen. So jedenfalls die Theorie. Zudem gibt es unterschiedliche Arten von Tauben, die Fähigkeiten haben und so das Leben erleichtern sollen. Der Titel soll am 09. November 2026 in den Early Access starten. Wir verraten euch in unserem Kurztest, ob sich ein Blick lohnt.
Diebische… Tauben?
Das Prinzip von „Pidgeon Pocket“ klingt denkbar einfach: Befehlige deinen Schwarm aus Tauben und lass sie Fußgänger im Park bestehlen. Doch sei vorsichtig, denn Polizisten und Taubenfänger sind ebenfalls unterwegs und können die gefiederten Tiere einkassieren. Entsprechend schicken wir Taube um Taube los, Münzen beschaffen. Dabei visieren wir einen Passanten oder eine Gruppe aus Passanten an und schicken sie los. Doch bei einfachen Leuten ist die Ausbeute gering.
Es gilt also nach wertvollen Zielen Ausschau zu halten, wie Musikern oder einfach allgemein „reichen“ Personen. Ebenfalls förderlich ist es, wenn wir Leute schnell hintereinander beklauen und so eine Combo aufbauen. Dennoch müssen wir stets vorsichtig sein, denn Polizisten und Taubenfänger streifen ebenso im Park umher. Sollten diese eines unserer Vögel fangen, können wir diese in der laufenden Runde nicht mehr einsetzen und verlieren, was sie bis dato gesammelt haben.
Sehr, sehr grindy
Mit dem erwirtschafteten Münzen können wir dann zwischen den Runden verschiedene Verbesserungen kaufen, wie beispielsweise eine schnellere Flugzeit für unsere Tauben oder einen höheren Multiplikator für Münzen. Doch bereits nach den ersten Durchläufen merken wir schnell, dass das hier ziemlich mühselig wird. Denn trotz erworbener Verbesserungen, die unsere Einnahmen erhöhen sollen, können wir uns in den Pausen maximal eine Verbesserung leisten – und die meisten haben zehn oder mehr Stufen.
Hinzukommt, dass die Kosten für die Verbesserungen in keinem Vergleich zu den „Einnahmen“ stehen, die wir pro Runde machen können. So kosten die Upgrades schnell mal mehrere tausend Münzen, während wir in einem Durchlauf im Durchschnitt etwa 500 bis 800 Münzen generieren. Für eine weitere Stufe eines Upgrades müssen wir also mehrere Runden spielen. Das ist ziemlich grindy und fühlt sich nicht nach einem inkrementellen Spiel an.
Tauben-Fähigkeiten
Was immerhin noch ganz nett ist, sind die verschiedenen Tauben. Denn neben Münzen sammeln wir auch Erfahrungspunkte, mit denen unser Schwarm langsam im Level aufsteigt. Nach einem solchen Levelaufstieg bekommen wir ein Taubenei, das wir schlüpfen lassen können und das uns eine Auswahl aus drei verschiedenen Tauben beziehungsweise Fähigkeiten gibt. Manche Fähigkeiten können Passanten im Umkreis anziehen, Polizisten einschlafen lassen oder erhöhen einfach die gesammelten Münzen. Das sorgt zumidnest für etwas Auflockerung, hat aber unserem Eindruck nach kaum Einfluss darauf, wirklich ein Gefühl von Fortschritt erleben zu können.
Immerhin ist das Pixel-Art ganz hübsch gemacht und auch die verschiedenen Park-Level, die zufällig auftauchen, sorgen für Abwechslung. Das ist aber auch leider das einzig Positive, das wir hervorheben können. Schade.
Fazit
„„Pidgeon Pocket“ wirkt auf den ersten Blick recht interessant, gerade auch weil die Pixel-Art-Optik gut gelungen ist. Allerdings haben wir schnell nach den ersten Runden gemerkt, dass das hier kein kurzweiliges Spiel wird. Es gibt im Grunde kaum Fortschritt, weil die Einnahmen aus den Runden zu gering oder die Kosten für die Verbesserungen zu hoch erscheinen. Außerdem ist es, gerade mit mehreren Tauben, echt schwer den Überblick zu behalten. So verlieren wir schnell unsere Einnahmequellen, da wir einen Taubenfänger oder Polizist nicht gesehen haben, der dann unsere Vögel einfängt. Die Fähigkeiten der Tauben sind ebenfalls ganz nett, können aber nicht wirklich für Auflockerung sorgen. Insgesamt also eher ein frustrierendes Erlebnis, statt eines knackien inkrementellen Spiels. Der Titel startet noch in den Early Access, aktuell können wir ihn euch aber (noch?) nicht empfehlen.„
Der Review-Key wurde uns freundlicherweise vom Entwickler zur Verfügung gestellt.



