skotschir.de
Action-AdventureFeaturedSpiele-ReviewUbisoft

Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes im Test

Mit From the Ashes hat Avatar: Frontiers of Pandora einen DLC bekommen, den Fans des Hauptspiels sicherlich mögen werden.

From the Ashes ist der zweite DLC, den Avatar: Frontiers of Pandora erhalten hat – und der macht es dieses Mal etwas anders. Denn statt der üblichen Erzählung, dass sich gute Na’vi legen sich mit bösen Menschen an, legen sich hier gute Na’vi mit bösen Menschen UND bösen Na’vi an. Doch keine Angst, das ist nicht das Einzige, dass die Erweiterung anders macht. Denn dieses Mal ist schon der Einstieg deutlich anders und zeigt uns nicht das typische, fluoreszierende Idyll von Pandora. Stattdessen finden wir uns in einem Albtraum aus Schutt und Asche wieder. Zwar existiert die schöne, unberührte Natur immer noch, doch die Story des DLCs leitet uns immer wieder in die verwüsteten Regionen.

Quelle: Ubisoft Deutschland

Apokalyptische Wüsten & Neue Modi

Dabei muss der (teilweise) Verlust dieser schönen Idylle kein Nachteil sein. Immerhin sind wir im Hauptspiel durchgehend in diesen Szenerien unterwegs und bekommen nur wenig Abwechslung. Ein Glück also, dass sich der Mangkwan-Clan mit der Resources Development Administration zusammengetan hat und Landstriche in eine apokalyptisch wirkende Wüste verwandelt hat. So bekommen wir ein – ironischerweise – schönes Kontrastprogramm, das die uns sonst überkommende Reizüberflutung deutlich abschwächt.

Doch nicht nur die zerstörten Umgebungen sind neu, denn passend zum DLC hat Ubisoft Avatar: Frontiers of Pandora zwei neue Features spendiert, die den Wiederspielwert durchaus erhöhen. Zum einen gibt es nun schon seit geraumer Zeit einen New-Game-+-Modus sowie eine Third-Person-Perspektive. Daduch müssen wir uns nicht durchgehend in der Ego-Perspektive durchs Spiel bewegen, sondern können auch mal die gesamte Pracht unseres Charakters bewundern. Das hat auch Auswirkungen auf das Gameplay, immerhin fühlen sich jegliche Begegnungen nun deutlich spektakulärer an.

Na’vi ist es, So’lek?

Kommen wir zurück zur eigentlichen Erweiterung. Denn in From the Ashes schlüpfen wir nicht in die Rolle des Protagonisten des Hauptspiels, sondern in die Rolle eines anderen Na’vi. Genauer gesagt verschlägt es uns in die Rolle des So’lek, der bereits im Hauptspiel eine wichtige Rolle innehatte und so etwas frischen Wind mit sich bringt.

Was ebenfalls positiv hervorsticht ist die Möglichkeit, direkt mit dem Story-DLC zu beginnen. Wir müssen also nicht zwingend erst das Hauptspiel bis zu einem gewissen Punkt spielen, bevor wir in die Erweiterung starten können. Selbst wenn diese Beschränkung meist sinnvoll ist, ist es doch immer wieder schön zu sehen, dass dies nicht immer eine Voraussetzung sein muss. Wenn wir einfach direkt da reinstarten wollen, warum nicht? Es sei an der Stelle aber noch erwähnt, dass sich die Erweiterung rein an Solo-Spieler richtet. Es ist also nicht möglich, wie im Hauptspiel, die Geschichte im Koop zu erleben.

Quelle: Ubisoft Deutschland

Ubisoft-typisch

Doch ansonsten ändert sich, gerade am grundlegenden Spielablauf, nicht viel. Es gilt, die offene Spielwelt zu erkunden und Geheimnisse zu entdecken, dabei Rohstoffe zu sammeln und Verbesserungen für die Ausrüstung zu kaufen. Und nebenbei schließen wir natürlich die ein oder andere Haupt- und Nebenaufgabe ab. Gerade bei den Nebenmissionen schwankt die Qualität dieser aber deutlich. Die typischen Ubisoft-Aufgaben werden nur manchmal von anderen, stärker geschriebenen Aufgaben aufgebrochen.

Gerade, wenn die Mangkwan-Krieger auftachen, werden die Gefechte im Spiel angenehm abwechslungsreich. Gerade auch durch die Third-Person-Perspektive, die dafür sorgt, dass sich die Scharmützel wuchtiger anfühlen als noch im Hauptspiel. Auch ein Grund dafür ist die Agilität der Gegner, die jetzt deutlich näher an unserer ist, als vorher. Dadurch werden die Kämpfe ein Stück weit dynamischer, auch wenn sie sich manchmal etwas in die Länge gezogen anfühlen.

Unnötige Laufwege und Dunkelheit

Was sich ebenfalls in die Länge gezogen anfühlt, sind Missionen, die uns kreuz und quer über die Karte gescheucht haben, nur, um dort eine Kleinigkeit zu erledigen. Damit sind die Laufwege so dermaßen unnötig, dass wir uns jedes Mal geärgert haben, wenn wir so eine Aufgabe hatten. Der Weg zum Ziel dauert nämlich um ein Vielfaches länger als die Aufgabe, die wir dann vor ort hatten. Das ist sehr schade und hätte der DLC auf keinen Fall nötig gehabt. Gerade, weil die Erweiterung auch ohne diese Missionen schon mehr als genug Umfang hat.

Leider hat From the Ashes noch ein paar mehr nervige Abschnitte und unklare Formulierungen in den Missionen. So erhalten wir direkt zu Beginn der Erweiterung einen Funkspruch der uns vermittelt „dem Rauch“ zu folgen. Allerdings ist keine deutliche Rauchsäule zu sehen, sodass das Ganze sehr verwirrend ist. Statt in der Luft nach einer solchen zu suchen, müssen wir einfach nur ein paar Meter weiterlaufen, um das Questziel zu erreichen. Außerdem gibt es noch ein paar Untergrund-Passagen, in denen wir Schalter oder Sicherungskästen suchen müssen – umgeben von Schutt und Dunkelheit. Da geht die Orientierung schnell flöten.

Quelle: Ubisoft Deutschland

Fazit

„Grundsätzlich ist From the Ashes eine sinnvolle Erweiterung für das Hauptspiel Avatar: Frontiers of Pandora. Es gibt auch definitiv einige gute Ansätze, die jedoch immer wieder von weniger guten überschattet werden. Beispielsweise sind die Asche-Krieger eine sinnvolle Ergänzung im Spielverlauf, die allerdings durch nicht endende Wellen aus Gegnern aus allen Richtungen wieder heruntergezogen werden. Auch das Quest-Design hat seine Höhen und Tiefen und folgt einem stetigen Wechsle aus „Och nö!“ und „Das war cool!“. Insgesamt werden Fans des Hauptspiels ihren Spaß mit der Erweiterung haben. Wer bisher um das Avatar-Spiel herumkam, hat jetzt aber keinen Grund unbedingt einzusteigen zu müssen.„

Der Review-Key wurde uns freundlicherweise von Ubisoft Deutschland zur Verfügung gestellt.

Ähnliche Beiträge